Entdecke die kroatischen Inseln Teil 25/28: Kroatiens zweitgrößte Halbinsel – Peljesac

28 September 2017 AUTOR:

Peljesac – die Halbinsel der Berge und des Weins

Untitled
Unbeschwerte Urlaubstage an schönen Sandstränden, und in der Nacht heulen Schakale – die Halbinsel Peljesac ist ein abwechslungsreiches Ferienziel, das mit zerklüfteten Karstfelsen, duftender Macchia und köstlichem Wein mit allem aufwarten kann, was die Herzen der Sommerurlauber höher schlagen lässt.

Peljesac ist nach Istrien die zweitgrößte Halbinsel Kroatiens. Sie „springt“ bei Ston ins Meer und stößt im Westen beinahe an die Insel Korcula. Die meisten Touristen benutzen Peljesac als Transitstrecke auf der Fahrt nach Korcula, doch diese „Ströme“ stören das Leben auf der Halbinsel keineswegs, fahren doch alle schnurstracks geradeaus, ohne auf die Landschaften und die Städtchen rechts und links ihrer Strecke zu achten.

Badebuchten, Weindörfer und viel erlebnisreiche Natur – eine Halbinsel mit unendlichem Urlaubspotenzial

peljesac
Die geschützte Lage vor der Festlandküste, die milden Temperaturen und die abwechslungsreiche Landschaft mit einem für insulare Verhältnisse recht hohen Berg machen Peljesac zu einem perfekten Reiseziel, das auch viel Platz für individuelle Urlaubsgestaltung lässt. Schöne Wanderungen über die karstigen Hügel und hinauf auf die Berge lassen viel Raum zum Durchatmen und Zu-sich-selbst-Finden. Taucher werden von den „dichtbevölkerten“ Gewässern entlang der Küste begeistert sein, in denen es vor buntem Leben nur so wimmelt.
Streifen Sie mit dem Mountainbike über die Halbinsel und entdecken Sie dabei die alten Fischer- und Weindörfer. Suchen Sie sich ein schönes Badeplätzchen an der Peljesac-Riviera und schlendern Sie durch Orebic, dem Zentrum dieses zauberhaften Küstenabschnitts. Die angenehm wehende Meeresbrise ist für Surfer ideal, und auch mit dem Segelboot können Sie von hier aus zu interessanten Törns zu den nahegelegenen Inseln starten.

Die Halbinsel kann ihrer langgezogenen Form wegen gleich mit drei verschiedenen Vergangenheiten aufwarten. Der Inselwesten gehörte schon seit vorgeschichtlichen Zeiten zur Nachbarinsel Korcula und war sehr eng mit der wechselvollen Geschichte dieses Eilands verbunden. Die Stadt Ston und der gesamte Südosten von Peljesac dagegen teilte die Historie mit dem nur einen Katzensprung entfernten Festland.
Bleibt noch der beträchtliche „Rest“ der Halbinsel, der seine Wurzeln bis zu den Zeiten der Illyrer zurückverfolgen kann. Schon vor der illyrischen Besiedelung beweisen Höhlenfunde, dass die Urbewohner von Peljesac aus der Steinzeit stammen.
Erst seit dem Jahr 1333 kann Peljesac auf eine Gesamtvergangenheit zurückblicken; damals kaufte die Republik Dubrovnik die ganze Halbinsel kurzerhand auf und verleibte sie ihrem Staatsgebiet ein. Danach verlief die Geschichte ähnlich wie auf den übrigen Inseln und der Küstenregion von Dalmatien.

Trpanj und Orebic – malerische Städtchen mit herrlicher Umgebung

stari grad
Die einst überaus bedeutende Hafenstadt Trpanj, in der hauptsächlich der köstliche Wein von Peljesac auf Schiffe verladen wurde, bietet einen derart zauberhaften Anblick, dass es scheint, als sei sie extra als Postkartenmotiv erbaut worden. Die Lage in der mit gezackten Felsen geformten Bucht und umrahmt von sieben mit Zypressen, Kirchlein, Kapellen und diversen Ruinen „bewachsenen“ Hügeln, wird Trpanj von seinen Bewohnern liebevoll das zweite Rom genannt. Das Städtchen ist wirklich wunderhübsch anzuschauen, denn hier haben die Natur und menschliche Baukunst ein harmonisch anmutendes Gesamtbild geschaffen.
Der alte Stadtkern schlängelt sich an einem Fluss entlang, und von der Uferpromenade aus ist es nicht weit bis zu lauschigen Badebuchten. Das imposante Küstengebirge des Festlands schafft eine grandiose Kulisse für das Städtchen, das mit einigen schönen Kirchen und allerlei Relikten aus römischen und mittelalterlichen Zeiten aufwarten kann.
Auch an Bademöglichkeiten herrscht hier kein Mangel, denn über die Uferpromenade gelangen Sie zu Felsstränden und etwas weiter weg an eine Bucht mit Feinkiesstränden.

Wenn Sie Trpanj in Richtung Orebic verlassen, führt Sie der Weg einmal quer über die Halbinsel auf die andere Küstenseite. Dabei kommen Sie an Weingärten vorbei, in denen im Herbst körbeweise die Trauben für die köstlichen Tropfen von Peljesac geerntet werden.
Das Städtchen Orebic wurde nach einer Kapitänsfamilie benannt, die hier lebte und großen Einfluss auf das Gedeihen des Ortes hatte. Orebic ist das Zentrum des Fremdenverkehrs auf Peljesac, was auch seinem mediterranen Flair und der prächtigen Seefahrervillen mit ihren subtropischen Gärten geschuldet ist.
Es waren auch die Seemänner, die nach langer Abwesenheit auf den Weltmeeren exotische Souvenirs nach Hause brachten. Winzige Setzlinge von Orangen, Palmen, Mandeln und anderen fremdländischen Pflanzen gediehen in dem warmen Klima so prächtig, dass man sich hier ein wenig wie auf einer Südseeinsel fühlt. Orebic ist einer der wärmsten Orte im Mittelmeerraum und war schon zu antiken Zeiten ein begehrtes Domizil für wohlhabende römische Bürger.

Hinter der Stadt erhebt sich der Berg Sv. Ilija in seiner ganzen majestätischen Größe. Der beinahe 1000 Meter hohe Berg ist der größte der Halbinsel und ein beliebtes Ziel für Wanderer und leider auch Jäger. Letztere rotteten den Wildbestand beinahe aus, der sich nur allmählich wieder erholt. Doch es gibt noch Mufflons und sogar Schakale, die nachts ihr schauerliches Geheul anstimmen, was so manchem unwissenden Camper eine Gänsehaut über den Rücken jagt.

Die Schwarze Madonna und zwei wehrhafte Dörfer – Sehenswertes auf Peljesac

crkva
Der kleine Ort Kuna hat außer seiner idyllischen Lage am Berghang eine ganz besondere Attraktion zu bieten: An der Kirchenmauer des etwas außerhalb gelegenen Franziskanerklosters wurde die Schwarze Madonna eingemauert, der man wundertätige Eigenschaften zuspricht.
Die kleine Madonnenstatue, die auch Delorita genannt wird, sollte einst von Pilgern übers Meer nach Loreto gebracht werden, wurde jedoch von Piraten geraubt. Die Seeräuber brachten die Schwarze Madonna und das ebenfalls gestohlene Gold nach Kuna und wurden für ihre Untat vom Papst exkommuniziert. Aus Reue stifteten die Räuber eine Kirche und mauerten etwas versteckt an der Rückwand die Madonna ein. Eine andere Legende erzählt, dass die Madonnenstatue ursprünglich anderswo untergebracht wurde, jedoch immer wieder zu dieser Kirche gelaufen sei, bis man sie endgültig in der Mauer einbrachte.

Die wohl am besten bewachten Orte auf Peljesac sind die beiden Wehrdörfer oder Städtchen Veliki Ston und Mali Ston, deren Befestigungsmauern sich kilometerlang über den gewaltigen Berghang erstrecken. Das gigantische Befestigungssystem gilt als die längste Verteidigungsmauer Europas; zumindest wird das von den Gemeinden selbst behauptet. Die Wehrwälle sind allemal beindruckend und können auf einer Strecke von mehr als zwei Kilometern begangen werden. Es ist ein wenig so wie in Dubrovnik, nur mit sehr viel ländlicher und einem malerischen gebirgigen Ambiente.

Die Umgebung der beiden Städtchen ist ein wunderschönes Wanderrevier, auf dessen Wegen Sie an kleinen Dörfchen vorbeikommen und schöne Badegelegenheiten finden. Die hoch auf dem Berg thronende Festung von Mali Ston wird Ihnen auf Ihren Touren stets vor Augen bleiben und zur Orientierung dienen …

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Kommentare sind bei diesem Beitrag leider nicht möglich.

AGB  |   Datenschutzerklärung  |   Impressum

Aktualisiert am 27.08.2015      © 2003-2015 Adrialin GmbH      info@adrialin.de