Entdecke die kroatischen Inseln Teil 8/28: Insel Rab

31 Mai 2017 AUTOR:

Insel Rab – Insel der Glücklichen

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Dieses Eiland hat alles, was man sich für einen unvergesslichen Urlaub in der Adria wünschen kann: eine üppig gedeihende Vegetation, mildes Klima mit vielen sonnigen Stunden und Strände, die mit puderzartem Sand bedeckt sind. Nicht von ungefähr zählt Rab zu den beliebtesten Urlaubsinseln Kroatiens, auf der sich die Badegäste schon mehr als hundert Jahre rundum zufrieden fühlen.

Rab ist nicht nur die dichtest besiedelte Insel in der Kvarner Bucht, sie ist zugleich auch die grünste. Dank der idealen mediterranen Wetterverhältnisse wächst und gedeiht die Pflanzenwelt auf diesem Eiland besonders prächtig. Es gibt bewaldete Regionen mit Steineichen, Erdbeerbäumen und Tamarisken, fruchtbares Ackerland, Olivenhaine und Gärten, in denen Reben und Obstbäume eine reiche Ernte an Weintrauben, Feigen, Mandeln und weiteren Köstlichkeiten hervorbringen.
Das Kamenjak-Gebirge im Nordosten bietet der Insel ein wenig Schutz von der vom Festland wehenden Bora. Diese Region zeigt sich von einer etwas herben Seite, in der vor allem Macchia und allerlei Strauchwerk wächst. Hier fühlen sich Schafe und Ziegen wohl, während in den Waldgebieten der Inselmitte Rotwild, Mufflons und sogar Gänsegeier und Adler zuhause sind.

Ein Urlaubsparadies mit liburnischen Wurzeln – die Insel im Wandel der Zeit

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Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. taucht Rab in den Niederschriften eines griechischen Geografen auf. Friedlich ging es in dieser Zeit auf der Insel nicht zu, denn die Eroberungsgelüste der Griechen wurden von den auf Rab ansässigen Liburner erbittert abgewehrt. Dennoch gelang es den Eindringlingen in Lopar und der Bucht Kampor Siedlungen zu errichten, während die Liburner in andere Regionen der Insel auswichen. Dann „übernahmen“ die Römer das Eiland, bis im Zuge der Völkerwanderung die Goten auf der Flucht vor den heranrückenden Hunnen auf die Insel kamen und die Stadt Rab zerstörten.
Die Insel wechselte mehrmals die Besitzer, so dass Rab unter der Herrschaft der Slawen, von Byzanz, Venedig, Kroatien, Neapel, wieder Venedig und dann Italien und Österreich-Ungarn stand. Eine wechselvolle Zeit, die ihre Spuren auf der Insel hinterlassen hat und den Touristen von heute allerlei Sehenswertes „bescherte“.
Der Fremdenverkehr kam auf Rab bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Schwung, denn schon seit 1889 bot die Insel vor allem Urlaubsgästen aus den Ländern der k.- u.- k.- Monarchie Unterkunft und Zerstreuung.

Ein paradiesischer und ein „königlicher“ Strand, malerische Ferienorte und kulinarische Hochgenüsse – die vielfältigen Attraktionen der Insel Rab

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Einer der Besuchermagnete mit der stärksten Anziehungskraft dürfte der Paradiesstrand des Fährorts Lopar im Nordwesten von Rab sein. Neben zahlreichen Badebuchten tummeln sich auf dem etwa eineinhalb Kilometer langen Strand an der Crnika-Bucht unzählige Badegäste im weichen pudrigen Sand. Der Strand fällt so seicht ins Meer ab, dass Sie mehr als hundert Meter weit ins Wasser marschieren können, ohne befürchten zu müssen, dass Ihre Badebekleidung mit Wasser in Berührung kommt…
Der flache Strand ist ein idealer Tummelplatz für Kinder, und während der Sommermonate kann es am Paradiesstrand durchaus eng und dicht gedrängt zugehen. Wenn Sie Ihr Badevergnügen lieber etwas ruhiger und individueller genießen möchten, haben Sie die Wahl zwischen den etwas entfernt gelegenen großen und kleinen Badebuchten, von denen es – so heißt es jedenfalls – 22 an der Zahl geben soll.
Im 3. Jahrhundert kam in Lopar der wohl berühmteste Sohn dieser Stadt zur Welt: Marinus wurde Mönch, arbeitete als Steinmetz und lebte als Eremit, bis er nach Rimini ging, um an den Bauarbeiten der dortigen Festung mitzuarbeiten. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian versteckte Marinus sich in einer Höhle im Berg Monte Titano. Dort suchten weitere Mönche Zuflucht, und Marinus gründete das Städtchen San Marino, aus dem später ein Stadtstaat wurde.
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Vier völlig verschiedene Kirchtürme sind das Erkennungszeichen von Rab, dem Hauptort der Insel. Das Städtchen kam relativ unbeschadet durch die wechselvollen Zeiten und ist heute ein viel besuchtes Ziel für alle Besucher, die diese einzigartige und überaus malerische Altstadt zu schätzen wissen. Rab ist bereits seit 1889 ein in ganz Europa bekannter Kurort, der etwa 50 Jahre später mit einer damals noch skandalösen Sensation auf sich aufmerksam machte. Im Jahr 1936 kam der britische König Edward XVIII. mit seiner Geliebten Wallis Simpson nach Rab, um am Strand Kandarola hüllenlos zu baden. Damit erhielt Rab den ersten FKK-Strand in ganz Kroatien und die Kandarola uvala wurde dem royalen Anlass gemäß Englische Bucht genannt.
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Kleine Juwelen unter den Badeplätzen sind die Badebuchten von Suha Punta südwestlich von Rab. Der Ferienort selbst ist zwar sehr modern und auf die Wünsche der Badegäste ausgerichtet, doch die Buchten sind traumhaft, verschwiegen und erinnern ein wenig an die Südsee… Es gibt lauschige Felsstrände und noch einmal den Himmel auf Erden: Die Paradiesbucht, die tatsächlich Cifnata heißt, sieht nicht nur aus wie der Garten Eden, auch der Strand ist traumhaft schön mit seinem ungewöhnlich dunklen Sand.

Die Insel ist auch ein hervorragendes Terrain für ausgedehnte Wanderungen, zum Beispiel im Kamenjak-Gebirge, wo der 400 Meter hohe Berg Straza als lohnenswertes Ziel lockt. Wenn Sie nicht gar so hoch hinaus wollen, können Sie zum Franziskanerkloster Sveta Eufemija wandern, das am Ende der gleichnamigen Bucht liegt. Oder Sie streifen durch den Dundowald, ein nicht sehr großes Wäldchen mit Korkeichen, Zypressen und Kiefern, das übrigens unter Naturschutz steht und zu den schönsten Waldgebieten des gesamten Mittelmeerraums zählt. Dieser Wald hat schon etwas Magisches an sich und ist ein ideales Ausflugsziel, wenn Sie mit sich und der Welt zur Ruhe kommen möchten…
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Nun kommen auf dieser Insel auch die leiblichen Genüsse keinesfalls zu kurz. Die Restaurants in den Städtchen und Badeorten verwöhnen Sie mit köstlichen Gerichten, bei denen das Meer die Hauptrolle spielt. Fangfrischer Fisch und Hummer stehen auf der Hitliste der Leckereien ganz oben. Besonders die unter der „Tonglocke“, der Peka, zubereiteten Fisch- und Fleischgerichte erfreuen sich großer Beliebtheit. Wenn Sie süße Verführungen zu schätzen wissen, sollten Sie die Rabska torta mit Mandeln und Zitronat probieren. Auch die Mustaconi, aromatische Plätzchen mit Mandeln, Zitronat, Zimt und Kakao zählen zu den Highlights der Süßigkeiten, die diese Insel zu bieten hat.

Mit gutem Essen geht es bald weiter, jedoch hüpfen wir von Rab auf die Nachbarinsel Pag. Bis dahin genießen Sie möglichst alles, was Rab an Attraktionen für Sie bereithält, denn das Eiland heißt aus gutem Grund die „Insel der Glücklichen“.

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