Entdecke die kroatischen Inseln Teil5/28: Ilovik und Sveti Petar

11 Mai 2017 AUTOR:

Inseln Ilovik und Sveti Petar – Paradies für Nautiker

Panoramic view of Ilovik island
Die beiden Ausflugsinseln Ilovik und Sveti Petar liegen nur wenige Seemeilen von Losinj entfernt und versprechen ihren Besuchern beschauliche Ferien oder einen ruhigen Tag inmitten der fast unberührten Natur. Gerade Bootsbesitzer wissen den perfekt geschützten Hafen von Ilovik zu schätzen, der den Schiffen auch bei stürmischer See eine sichere Zuflucht bietet.

Ruhe, urwüchsige mediterrane Natur und dennoch alles, was das Herz der Besucher erfreut – all das finden Sie auf den beiden Inselchen, sofern Sie Ihren Urlaub gern geruhsam und entschleunigt verbringen möchten. Ob Sie nun mit dem eigenen Boot zu den Eilanden fahren oder sich von einem Taxiboot übersetzen lassen – der Erholungseffekt ist Ihnen garantiert, denn Trubel und lärmigen Strandbetrieb suchen Sie auf Ilovik und Sv. Petar vergebens.

Von uralten Siedlern zu Bauern und Fischern der Gegenwart – insulares Leben einst und jetzt

The village Ilovik in the Adriatic sea of Croatia
Auf der Insel Ilovik leben etwa 80 Menschen, während Sv. Petar fast unbewohnt ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass auf den beiden Inseln noch nie sehr viel los gewesen ist. Im Gegenteil, hier lebten einst illyrische Siedler, was anhand der Überreste ihrer prähistorischen Bauten mühelos bewiesen werden kann. Die überall präsenten Römer hinterließen auch auf Ilovik und Sv. Petar ihre heute noch sichtbaren Spuren. Gräber, Mauerreste, Münzen und ein Sarkophag sind die Hinterlassenschaften des antiken Volkes, das auf den Inseln einst prächtige Villen errichtete.
Schon im 6. Jahrhundert wurde die altchristliche Andreaskirche in der Bucht Sicadrija auf Ilovik errichtet. Die Insel war Besitz des Bischofs, der das Land an Bauern aus Losinj verpachtete, die auf Ilovik das fruchtbare Land bestellten und Vieh züchteten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ließen sich die Bauern auf dem Inselchen nieder und gründeten eine Siedlung, die im Jahr 1876 die erste kroatische Schule im gesamten Inselgebiet von Losinj erhielt!
Auch heute leben die Iloviker von der Landwirtschaft und haben sich zudem einen Ruf als geschickte Fischer erworben.

Auf der sehr viel kleineren Insel Sv. Petar errichteten Benediktinermönche im 11. Jahrhundert ein Kloster. Etwa 400 Jahre später gesellte sich eine Festung hinzu, die von Venezianern zum Schutz gegen die räuberischen Uskoken erbaut wurde. Wiederum 200 Jahre später wurde das Kastell von den Engländern zerstört, die nur den Turm und einige Mauern stehen ließen. Das Benediktinerkloster ereilte dasselbe Schicksal, und die letzten Überreste der Abtei wurden um 1900 komplett niedergerissen. Später gründeten Franziskanermönche ein Kloster, das heute noch von Mönchen bewohnt wird, zumindest in den Sommermonaten.

Ilovik – Blumenmeer und Badeparadies mit Aussichtspotenzial

Ilovik cvice
Es ist kein Zufall, dass Ilovik auch die Blumeninsel genannt wird. Das vor Blumen überschäumende Eiland strotzt geradezu vor Fruchtbarkeit, denn außer einer Vielzahl an bunten Blumen gedeihen hier Gemüse, Orangen, Zitronen und Wein.
Vor fast jedem der alten kleinen Häuschen im Inselort Ilovik grünt und blüht ein Garten, dessen Fülle an Hortensien, Oleander, Stockmalven, Mimosen und des mit rosa Blüten übersäten Puderquastenstrauchs oft die Sicht auf das Haus selbst verdeckt. Das Herz des Ortes schlägt in einer parallel zum Hafen verlaufenden Gasse, wo sich „alles“ trifft, um sich auszutauschen, bevor man wieder seinen Tätigkeiten nachgeht. Am Hafen können Sie zur Insel Sv. Petar hinüberschauen, dessen Festungsruinen eine romantische Kulisse bieten, die wiederum von der Bergkette auf Losinj stimmungsvoll umrahmt wird.
Die Insel ist nicht groß: 5,8 Quadratkilometer genügen, um Inselbewohnern und Touristen genügend Platz zu bieten. Was die Attraktionen von Ilovik anbelangt, so sind diese zwar vorhanden, doch ausschließlich von Mutter Natur geschaffen. Unzählige bunte Schmetterlinge von erstaunlicher Größe taumeln auf der gesamten Insel umher, ebenso Bienen und Hummeln, die man an ihrem Summen auch erkennt, wenn sie noch gar nicht zu sehen sind. Überall huschen Eidechsen über den Boden oder rascheln durch die Blätter. Schafe gedeihen hier „wild“, was bedeutet, dass die Tiere das fressen, was hier wächst, und das ist mehr als reichlich.
Traumhaftes Badevergnügen können Sie in der Bucht Przine genießen, deren Strand mit puderweichem weißem Sand bedeckt ist. Dieser Strand ist wunderbar flach und fällt ganz langsam ins Meer ab. Hier können auch kleine Badefrösche sicher und unbeschwert planschen und sich im Wasser tummeln.
Auch in der Bucht Vela Draga können Sie sich im Sand aalen, während Ihnen die hohen Bäume angenehmen Schatten spenden. Im Westen der Insel gibt es noch einige andere Fels- und Kiesbuchten mit schönen Badeplätzchen.
Wenn Sie auf den immerhin 92 Meter hohen Berg Dida spazieren, befinden Sie sich nicht nur auf der höchsten Erhebung von Ilovik, von hier aus können Sie die Augen rings umher schweifen lassen und je nach Blickrichtung über den Kanal nach Sv. Petar oder nach Losinj und weiter nach Silba, Orjule, Premuda und Olib schauen.

Mönche und blumenüberrankte Ruinen – die Klosterinsel Sv. Petar

kloster
Sv. Petar ist mit seiner Fläche von anderthalb Quadratkilometern sehr viel kleiner als Ilovik und so gut wie unbewohnt. Lediglich die Mönche des Franziskanerklosters leben den Sommer über auf dieser Insel und bewirtschaften ihre Abtei.
Ein Bootsverkehr zwischen den beiden Inseln gibt es nicht. Entweder Sie schwimmen über den 300 Meter breiten Kanal hinüber nach Sv. Petar, oder Sie lassen sich übersetzen, falls Sie nicht über ein eigenes Boot verfügen.
Beim Franziskanerkloster befindet sich der Friedhof von Ilovik, zu dem auch heute noch die Inselbewohner ihre letzte Reise antreten… Darüber hinaus ist das Inselchen ein Ort der Ruhe und des Friedens. Knorrige Olivenbäume wachsen wie sie wollen, und duftende Macchia, Zitronenbäume, Oleander und Mispeln erfüllen die Insel mit ihrem würzigen Duft.
Sehenswert ist die Ruine der venezianischen Festung, an die zu Zeiten der Donaumonarchie ein Haus angebaut wurde. Das gesamte Areal steht seit etwa 25 Jahren in Privatbesitz und wurde von seinem Eigentümer in ein blühendes Blumenparadies verwandelt. Hinter dem Friedhof befinden sich die Anlegeplätze, an denen Boote und Yachten dümpeln. Eine Sonnenuhr behält ihr Lächeln für die Badegäste auch bei weniger schönem Wetter bei, so dass einem romantischen und idyllischen Aufenthalt auf dieser reizvollen Insel nichts im Wege steht.

An der Nordostküste von Sv. Petar finden Sie weitere schöne Gelegenheiten zum Baden, auch eine Grotte trägt zum stimmungsvollen Flair des Eilands bei. Sollte sich dann bei Ihnen Appetit oder gar Hunger einstellen, ist es höchste Zeit, nach Ilovik zurückzukehren, um den Tag in einem Restaurant am Hafen gemütlich und genüsslich ausklingen zu lassen.

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