Ganz großes Kino in Kroatien – Mamma Mia

2 Mai 2019 AUTOR:

Hippie-Happening auf der Insel Vis – die Fortsetzung von Mamma Mia in Kroatien

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Blauer Himmel, namhafte Stars, eine turbulente Handlung mit Ohrwürmern von ABBA – und das alles auf der Ferieninsel Vis mitten in der kristallklaren Adria. „Mamma Mia! Here we go again“ verlegte seine Drehorte von Griechenland nach Kroatien

Sicherlich können Sie die Evergreens der schwedischen Popband stotterfrei mitsingen: „When I kissed the teacher“, „Angeleyes“, „I wonder“ und natürlich „Super Trouper“. Dazu eine fetzige Handlung, die zwar hochdramatisch, jedoch garantiert unblutig ist und selbstverständlich ein Happyend verspricht. Die Hauptdarsteller haben durchgehend Kultstatus, so dass es eigentlich kaum noch auf das ankommt, was sie sagen oder tun. Die besten Voraussetzungen also, um die Fortsetzung von Mamma Mia! zu einem gelungenen Kinoerfolg für junge und junggebliebene Fans zu erklären.

Vis – eine Insel wird neu entdeckt

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Ausgerechnet die Insel, die am weitesten vom kroatischen Festland entfernt liegt, wurde von den Produzenten von Mamma Mia! Teil 2 zum Drehort für viele Filmszenen ausgewählt. Vis ist eine ruhige und noch recht beschauliche Insel, die ihre Gestade erst in den letzten Jahren für den Fremdenverkehr zugänglich machte. Das hatte politische Gründe, denn bis 1989 war Vis militärisches Sperrgebiet und damit für Touristen aus dem Ausland tabu.
Nun kommen viele Besucher auf die Insel, um die Ruhe zu genießen und sich an den schönen Stränden in den verschwiegenen Buchten zu erholen. Taucher finden interessante Ziele im glasklaren Meer, während Bootsfahrer die vorgelagerten Inselchen ansteuern, um beispielsweise die Blaue Grotte auf Bisevo oder die Grüne Grotte auf Ravnik zu bestaunen.
Auf Vis lässt man sich nicht aus der Ruhe bringen – noch nicht, denn auch hier nimmt der Touristenandrang allmählich zu. Und als im Jahr 2017 dann das Filmteam auf dieser Insel an Land ging und mit seiner Arbeit begann, verschaffte dies dem Eiland einen kleinen Tourismusboom mit einem beachtlichen Anstieg der Besucher- und Übernachtungszahlen. Wer Glück hatte und ohnehin auf Vis Urlaub machte, konnte Stars wie Colin Firth, Meryl Streep, Pierce Brosnan, Stellan Skarsgard und vielen anderen leibhaftig gegenüberstehen und womöglich das eine oder andere Wort mit seinem Schwarm wechseln.
Es versteht sich eigentlich von selbst, dass der Film bei dieser Kulisse, mit diesen Darstellern und der unwiderstehlichen Musik ganz von selbst ein Kino-Highlight werden musste, das im Juli 2018 auch in Deutschland grandiose Premiere feierte.

Ein Fischerort, ein Restaurant, ein Hafen und einiges mehr – insulare Drehorte für stürmische Szenen

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Die Handlung von „Mamma Mia! Here we go again“ setzt fünf Jahre nach dem Ende des ersten Teils ein. Die Hauptdarstellerin Sophie ist schwanger und immer noch auf der Suche nach ihrem Vater. Ihre Mutter ist zwar vor einem Jahr gestorben, taucht im Film jedoch in geschickt inszenierten Flashbacks auf, so dass Meryl Streep ebenfalls zu Ehren kommt.
Alle potenziellen Väter erscheinen auf der „griechischen“ Insel, es gibt allerlei Hin und Her, Verwicklungen entwirren sich oder formen sich neu, man streitet sich, um sich meistens wieder zu versöhnen, und am Ende wird schließlich alles gut. Muss es auch, denn die Songs von ABBA machen immer gute Laune und lösen ganz offensichtlich auch größte Probleme…
Und selbstverständlich gibt es auch in diesem Film ein Sahnehäubchen für altgediente ABBA-Fans: Wie schon im vorangegangenen Hippie-Spektakel tauchen auch die beiden ABBA-Jungs Björn Ulvaeus und Benny Andersson live und in Farbe im Film auf. Björn mimt einen Dozenten an der Universität Oxford und Benny spielt sich selbst als Klavierspieler; eine Rolle, für die er wohl kaum üben musste…

Und nun auf nach Vis und in den Fischerort Komiza. Die einen bezeichnen diesen Ort als großes Dorf, andere hingegen sprechen von einem Städtchen. Entscheiden Sie selbst, welcher Begriff am besten für Komiza passen könnte, denn hier lässt es sich gut verweilen und behaglich leben. Das sahen wohl die Macher von Mamma Mia genauso, weil der überwiegende Teil des Films in diesem Ort und in dessen Umgebung gedreht wurde.
Komiza lebte einst vom Fischfang und Weinbau und brachte es zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf stolze 5000 Einwohner. Doch die sieben Fischfabriken wurden im 20. Jahrhundert allesamt geschlossen, und viele Bewohner verließen die Insel. Heute wohnen noch etwa 1500 Menschen in Komiza.
Komiza hat seinen Besuchern allerlei zu bieten, allem voran eine traumhafte Bucht mit einem malerischen Hafen. Von den Cafés und Restaurants aus haben Sie die vorgelagerte Insel Bisevo vor Augen, die sie ungestört von Motorenlärm betrachten können, denn der Hafen ist autofrei.
Eine Palmenpromenade, der sich ein altehrwürdiges Kastell anschließt, das Kloster Sv. Nikolai nebst Kirche mitten in einem Weinberg und ein kleines Fischereimuseum sind die reizvollen Attraktionen dieser kleinen Stadt direkt am Meer.
Ebenfalls am Meer befindet sich das Fischrestaurant Jastozera, das für seine köstlichen Fischgerichte nach traditionellen Rezepten bekannt ist. In dieser Konoba wurden einige Filmszenen gedreht, allerdings musste sich das Restaurant dafür in eine griechische Taverne verwandeln, da der Film bekanntlich in Griechenland spielt. So wurde die Konoba mit entsprechenden Requisiten ruck zuck im griechischen Stil umgestaltet, was nach den Dreharbeiten sofort wieder rückgängig gemacht wurde.
Wenn Sie von Komiza zum Hauptort Vis fahren, werden Sie von der kurvenreichen Straße am Franziskanerkloster Sv. Jeronima vorbeigeführt. In der Klosterkirche, die wie das übrige Kloster auch auf den Fundamenten eines römischen Theaters aus der Antike steht, wurde eine sehr herzergreifende Szene gedreht, die gut zu dieser Kulisse passt…
Weiter in Richtung Vis gelangen Sie nach Rukavac, ein kleines Touristendörfchen mit einem traumhaften Strand. Der Strand Srebrna in der gleichnamigen Bucht war Schauplatz eines überaus romantischen Spaziergangs unter funkelnden Sternen. Nach dieser Szene werden Sie verstehen, weshalb dieser Küstenabschnitt auch Silberner Strand genannt wird.
Wir kommen nach Vis und damit in den Hauptort der Insel. Auch diese Hafenstadt liegt in einer schönen Bucht und kann mit einer kleinen Halbinsel aufwarten, auf der Franziskanermönche einst ein Kloster errichteten.
Ein wenig griechisches Flair erfüllte auch den Karolinaplatz in Vis, der freien Blick auf den Hafen gewährt. Hier wurde eine lebhafte Marktszene gedreht, für die alle Waren, die auf den Ständen und Tischen zu sehen sind, extra aus Griechenland nach Vis gebracht wurden.
Einige Schritte weiter sind Sie am Hafen, wo alle drei in Frage kommenden Väter von Sophie ankommen, so dass dieser Bereich mehrmals im Film zu sehen ist. Einige Schauspieler haben auf Yachten gewohnt, die im Hafen von Vis vor Anker lagen. Man könnte annehmen, dass der quirlige Fähr- und Fischerhafen von Vis durchaus eine Hauptrolle gespielt hat.

Nutzen Sie die Gelegenheit und wandeln Sie auch auf Vis auf den Spuren internationaler Filmstars und solchen, die es noch werden wollen. Mit zündenden ABBA-Songs im Ohr – oder auch „nur“ mit den Originalgeräuschen der Insel – wird dieser Urlaub ebenso erfolgreich wie der Film!

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