Ganz großes Kino in Kroatien – Star Wars

24 April 2019 AUTOR:

Die letzten (?) Jedi beim Dreh in Dubrovnik – Star Wars Episode 8 bringt die Macht nach Kroatien

Dubrovnik

Nur echte Star-Wars-Fans wissen selbst im Tiefschlaf, welche Episode aus welcher Trilogie des Weltraumspektakels gerade im Kino läuft oder demnächst laufen wird. Nun kommen die tapferen Jedi-Ritter sogar nach Dubrovnik, um genau dort weiterzumachen, womit sie in der 7. Episode geendet hatten.

Erinnern Sie sich noch, als die Weltraumsaga im Jahr 1977 mit dem opulenten „Krieg der Sterne“ ihren Anfang nahm? Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, denn die bisher existierenden Filme der Star-Wars-Trilogien besitzen längst Kultstatus und können stets und überall ins Wohnzimmer oder mit der entsprechenden Ausrüstung auch unterwegs genossen werden.
Auf die erste Trilogie folgte „Das Imperium schlägt zurück“, dem sich „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ anschloss. Es gab noch einige andere Filme, die offiziell nicht zu den Star-Wars-Trilogien gehören, jedoch nicht minder erfolgreich waren. Aber seit J. J. Abrams 2015 den vierten Dreiteiler mit dem Kapitel „Das Erwachen der Macht“ präsentierte, ist klar, dass das Weltraumepos weitergehen muss.
Schon zwei Jahre später flimmerte das zweite Kapitel „Die letzten Jedi“ über die Leinwände der Kinos und damit sind wir beim Thema und in Kroatien.

Gut gegen Böse im ewigen Kampf – mit Rey, Finn und Kylo Ren an der Adria

dubrovnik
In dieser Episode geht es erstmal darum, sich die Wunden aus der fürchterlichen Schlacht des letzten Films zu lecken. Man zieht sozusagen Bilanz und schaut nach, wer von den Getreuen nach den verheerenden Verlusten in diesem Kampf noch übrig ist.
Die Helden Rey, Finn, Kylo Ren und Co. sind wieder in den unendlichen Weiten des Weltalls unterwegs. So auch auf dem Wasserplaneten Ahch-To, den Luke Skywalker als Exil gewählt hat. Es geht darum, neue Verbündete zu finden und natürlich auch, die alten Kämpfer erneut zum Mitmachen zu rekrutieren. Selbstverständlich sind auch die altgedienten „Blechkameraden“ R2-D2 und C-3PO sowie die „Knuddelkugel“ BB-8 mit von der Partie, außerdem viele andere altbekannte Figuren, die auf der guten und der bösen Seite der Macht agieren.
Es geht heftig hin und her, so mancher Held überlebt den Kampf nicht, während andere es irgendwie schaffen, aus hoffnungslos scheinenden Situationen zu entkommen und damit ein Weiterleben der Jedi und ganz nebenbei der Star-Wars-Serie garantieren.

Doch nun führt uns die Reise auf den Planeten Canto Blight, der als gigantisches Glücksspielparadies zahllose Spieler und Zocker anzieht, die hier ihre Leidenschaft im Casino ausleben. Und wieder sieht dieser ferne Planet der Stadt Dubrovnik verblüffend ähnlich. Während kürzlich noch Robin Hood und seine Mannen durch die engen Straße der Altstadt ritten, rannten und rabaukten, wird Dubrovnik erneut von fremdartig gewandeten Besuchern erfüllt, die sich in den Gassen durchaus auf gewohntem Terrain zu bewegen scheinen.
Sie können zusammen mit Finn und Rose Tico durch die Gassen streifen und den beiden helfen, einen dringend benötigten Spezialisten für Codes zu finden. Hierfür war die Hauptstraße Stradun natürlich ein Hauptschauplatz, der sich zwar selbst kaum verändert hat, nur seine Passanten waren andere als sonst.
Auch der Rektorenpalast am östlichen Ende des Stradun kam in diesem Film als Prachtkulisse des Zockerplaneten zu Ehren. Wo heute das Stadtmuseum untergebracht ist, wohnte einst der Rektor mit seiner Familie, der jeweils nur für einen Monat gewählt wurde. In dieser nicht sehr langen Amtszeit durfte er den Palast nicht verlassen, um vor eventuellen Bestechungsversuchen sicher zu sein.
Den vierwöchigen „Hausarrest“ versüßte man dem Rektor mit prunkvollen Gemächern und einem ebensolchen Arbeitsplatz. Das Amtszimmer des Rektors leuchtet heute noch in knalligem Rot wie in den Zeiten der Renaissance. Auch die übrigen Räume und Säle waren mit verschwenderischem Luxus ausgestattet, und auch Sie können sich heute noch an der mit vielen Schnörkeln und Verzierungen versehenen Einrichtung der Barock- und Rokokogemächer erfreuen. Und das ist nicht selbstverständlich, denn der Fürstenpalast wurde gleich zweimal zerstört. Im 15. Jahrhundert fiel ein großer Teil des Palastes einer außer Kontrolle geratenen Schießpulverexplosion zum Opfer. Der wieder neu errichtete Palast lag nach dem verwüstenden Erdbeben im Jahr 1667 erneut in Trümmern, wurde jedoch nach den Originalplänen komplett wiederhergestellt.
Ein weiterer Schauplatz des Sternenkriegs ist das Dominikanerkloster eine Gasse weiter in Richtung Hafen. Auch dieses Gebäude wurde beim Erdbeben zerstört und ebenfalls wieder aufgebaut. Besonders schön ist der mit kunstvollen Steinmetzarbeiten ausgestattete Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Die dicken Mauern schirmen den Kreuzgang vom lärmigen Treiben der Stadt ab, so dass Sie wunderbar entspannt an diesem idyllischen Plätzchen verweilen und die meisterhafte Baukunst aus der Romanik, Gotik, der Renaissance und dem Barock in vollen Zügen genießen können.
Es ist übrigens nicht immer so still im Klostergemäuer, denn in der Kirche finden zahlreiche klassische Konzerte statt. Ein prächtiges Altargemälde von Tizian und das Museum in der ehemaligen Klosterapotheke sind weitere Highlights des Dominikanerklosters.
Suchen Sie im Stadtplan von Dubrovnik nach der Pustijerna Straße, die im Südosten der Altstadt nahe der Festung des hl. Johannes liegt. Auch hier tummelten sich die Jedi und ihre Kontrahenten. Der im Film erscheinende Teil dieser Straße ist eng, dunkel und teilweise überdacht, Sie werden die „Location“ also kaum verfehlen.
Es versteht sich von selbst, dass Sie bei einem Bummel auf den Spuren der letzten Jedi noch sehr viel mehr als die eigentlichen Drehorte entdecken können. Spazieren Sie entspannt durch Dubrovnik und betrachten Sie die Stadt eventuell aus dem Blickwinkel außerirdischer Besucher. Das könnte einen Versuch wert sein…

Auch wenn Dubrovnik für uns natürlich die Hauptrolle im Weltraumspektakel spielt, wollen wir kurz auf die weiteren Drehorte weitab der Adria eingehen. Denn weit ist es von Kroatien nach Bolivien, wo der weiße Planet Crait zu finden ist. In der gewaltigen Salzwüste sieht es auch jenseits der technischen Aufbereitung für den Film beinahe so aus wie am Ende des Dramas, wo – wie könnte es anders sein – wieder eine Schlacht tobt. Es ist kahl und karg, nur einige Kakteen fristen hier ihr Dasein, was die Wüste gleich ein wenig lebendiger macht.
Der Anfang des Films führt uns auf eine wenig einladende Insel an der südwestlichen Küste von Irland. Das wild zerklüftete Eiland Skelling Michael „spielt“ genau jenen Ort des Geschehens, an dem der vorangegangene Star-Wars-Film sein dramatisches Ende nahm.
Auch die irische Westküste durfte in Gestalt des Planeten Ahch-to mitspielen und diesem Himmelskörper ihre wildromantische und die Abenteuer geradezu anziehende Atmosphäre einhauchen.

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