Insel Dugi Otok Kroatien

28 Mai 2013 AUTOR:

Dugi Otok – Eldorado für Naturschwärmer, Taucher und Individualisten

Insel Dugi Otok in Kroatien
Auf dieser Insel ist alles so, wie man es sich von einem mediterranen Paradies erträumt. Intakte Natur, herrliche Bademöglichkeiten sowie Einsamkeit und Ruhe, soviel das Herz begehrt, denn auf Dugi Otok ist sanfter Tourismus angesagt.

Dugi Otok ist noch ein echter Geheimtipp für Kroatienfreunde, die auf der Insel einen ruhigen, entspannten oder aktiven Urlaub in der paradiesischen Natur dieses vom großen touristischen Aufkommen beinahe noch unberührten Eilands verbringen möchten. Verschwiegene Badebuchten mit glasklarem Wasser, herrliche Strände, eine atemberaubende Steilküste und der Telascica-Naturpark sind die am meisten herausragenden Attraktionen dieser Insel, auf der man noch viele andere reizvollen Fleckchen entdecken kann, um dort unbeschwerte und erholsame Tage zu verbringen und dem Alltagsstress kategorisch den Rücken zuzuwenden.

Kleiner Steckbrief der “Langen Insel”

Die Lange Insel Dugi OtokSchon der Name Dugi Otok lässt Rückschlüsse auf das Erscheinungsbild der Insel zu. Das lange, schlauchähnliche Eiland misst 52 Kilometer in der Länge und bringt es trotz seines relativ “dünnen” Aussehens auf eine Fläche von stattlichen 124 Quadratkilometern. Doch das lange Schlauchgebilde, das sich rühmen darf, die zweitgrößte Insel Norddalmatiens zu sein, hat seinen Bewohnern derart missfallen, dass sie einst versucht haben sollen, zwei Inseln daraus zu machen. Das harte Gestein verhinderte dieses Vorhaben jedoch, und die Insulaner gaben sich schließlich mit ihrer “langen Insel”, was Dugi Otok wörtlich übersetzt bedeutet, zufrieden.

Sowohl die Illyrer als auch die Römern wussten die Vorzüge von Dugi Otok zu schätzen, was anhand der Burgruinen aus illyrischen Zeiten und einigen Relikten römischer Villen unschwer zu erkennen ist. Wohlhabende Bürger aus der benachbarten Küstenstadt Zadar errichteten Sommerhäuser und Landsitze auf der Insel, und während der Türkenangriffe war Dugi Otok ein begehrtes Fluchtziel für viele Küstenbewohner des kroatischen Festlands.

Die Haupteinnahmequellen von Dugi Otok sind der Fischfang und die Landwirtschaft. Der Tourismus spielt hier noch eine Nebenrolle, was besonders Individualreisende und Ruhesuchende sehr begrüßen. Zu den Besonderheiten der Insel zählt der Umstand, dass die Insel jeden einzelnen Tropfen Süßwasser aus Regenfällen sammeln oder per Tankschiff vom Festland beziehen muss. Während die Hotels ihr Trink- und Brauchwasser “importieren”, wird in den Dörfern der Insel das Regenwasser in Zisternen aufgefangen und mittels Schläuchen dann an die einzelnen Häuser verteilt. Für die etwa 1.800 Inselbewohner und die fast nur während der Hauptsaison anwesenden Touristen genügt diese Form der Wasserversorgung, wobei der Trend nach wie vor dahin geht, dass junge Menschen die Insel verlassen, um entlang der Küste in Lohn und Brot zu kommen.

Auch die Geographie hat es mit Dugi Otok überaus gut gemeint. Ein Salzsee mitten im Naturpark und eine wildromantische, von Karstfelsen dominierte Küste tragen ebenso zur Attraktivität der Insel bei wie die winzig kleinen Inselchen, die sich dicht an dicht um den südlichen Zipfel des Eilands drängen. Dazwischen trifft man fruchtbare Gemüsefelder, Olivenhaine, Weingärten und würzige Macchia an, wobei letztere das Gesamtbild dieses mediterranen Gartens Eden blühend und duftend abrundet.

Verschwiegene Buchten, traumhafte Strände und ein imposanter Leuchtturm – die “Sonnenseite” von Dugi Otok

Karibische Buchten auf der Insel Dugi Otok in KroatienStrandurlauber und Wassersportler können sich auf der “Langen Insel” kopfüber ins kristallklare Badevergnügen stürzen. Auf der kleinen Halbinsel im Westen von Dugi Otok laden viele kleine Buchten zum hüllenlosen Baden ein, bei dem man auch nicht befürchten muss, auf die anderswo vorhandenen unangenehmen Seeigel zu treten. Die Nähe zu dem Fischerdorf Bozava, das neben Sali der einzige Inselort ist, der für den Tourismus erschlossen wurde, macht das Schwimmen und Planschen im erfrischenden Nass gleich noch komfortabler. Die schönste Badebucht von Bozava liegt in der Sakarun-Bucht, die sogar mit einem weichen weißen Sandstrand aufwarten kann. Diese Bucht ist auch ein beliebter Tummelplatz für Segler, da der geschützte Hafen den Booten zuverlässigen Schutz vor den Unwägbarkeiten von Meer und Wind bietet.

Etwas weiter im Nordwesten liegt Veli Rat, das den wohl schönsten Strand der Insel vorweisen kann. Auch die erst 2007 neu errichtete Marina steuert mit etwa 110 modern ausgestatteten Liegeplätzen und der guten Infrastruktur ihren Teil zum touristischen Erfolg von Veli Rat bei. Doch das Sahnehäubchen des Orts ist der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Leuchtturm, der mit knapp 42 Metern Höhe einer der höchsten seiner Art in der gesamten Adria ist. Schon von weitem macht der Turm mit seiner leuchtend gelben Farbe auf sich aufmerksam, die er angeblich nicht weniger als 100.000 Eiern verdankt, wobei für die gute Haftung des Putzes nur das Eiweiß verwendet wurde. Wer eine etwas andere Ferienunterkunft testen möchte, kann eines der beiden Appartements im Leuchtturm mieten und ausprobieren, wie es sich “anfühlt”, hoch über dem Meer einzuschlafen und aufzuwachen – je nachdem. Bei der Wahl des Urlaubsdomizils sollte man auch berücksichtigen, dass nur Treppen in die Ferienwohnungen hinauf führen, die durchaus mehrmals am Tag bewältigt sein wollen…

Die unmittelbar neben dem Leuchtturm gelegene Kapelle “Sveti Nikola” wurde zu Ehren des Schutzpatrons aller Schiffsreisenden und Segler errichtet und ist heute eine beliebte Hochzeitskirche für maritim und romantisch zugleich veranlagte Brautleute.

Schroffe Klippen, salziges Seewasser und grandioses Gipfel-Feeling – der Telascica-Naturpark

Telascica-Naturpark auf der Insel Dugi OtokDer Naturpark umfasst den südlichsten Zipfel der Insel inklusive die große gleichnamige Bucht nebst einem beträchtlichen Teil ihres Hinterlands und die vor Dugi Otok im Meer verstreuten Inseln. Auf den insgesamt 26 Quadratkilometern Fläche darf sich die Natur ungehindert ausbreiten und bietet seltenen Tieren und Pflanzen ideale Lebensbedingungen. Dazu kommen noch etwa 45 Quadratkilometer “Fläche”, die im Wasser liegt und die vorgelagerten Inselchen und Riffe beinhaltet.

Der Telascica Naturpark lässt keine Wünsche offen. Die Bucht ist nicht nur ein idyllischer Ankerplatz für Boote und Schiffe, sie ist zugleich der größte und am besten vor Wind und Wellen geschützte Naturhafen der gesamten Adria-Inseln. Die Überreste uralter illyrischer und römischer Fischerdörfer sowie die Relikte von vier Kirchen aus altkroatischer Zeit sorgen für das malerische Ambiente in der Bucht, während die schroff abfallenden Steilklippen an der Südseite des Naturparks die wildromantische Kulisse beisteuern. Wanderer kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Badefrösche, die sich in den warmen Fluten des “Salzsees Mir” im Südwesten des Naturparks aalen. Der See ist nicht sehr tief und deshalb im Sommer immer ein paar Grad wärmer als das Meer. Dafür ist das Seewasser im Winter entsprechend kälter. Nicht weit vom See erhebt sich der kegelförmige Berg “Muravjak”, von dessen über 180 Meter hohem Gipfel garantiert jeder Wanderer mit einer grandiosen Aussicht auf die Insel, die Klippen und das Meer belohnt wird.

Wer sich gerne in der freien Natur bewegt und sowohl das Wasser als auch das Land zu seinen Elementen zählt, wird von der Insel Dugi Otok begeistert sein. Ob ausgedehnte Wanderungen durch den Naturpark, Sonnenbäder an den Stränden oder abenteuerliche Tauchexkursionen in die artenreiche Unterwasserwelt der Insel – der Vielfalt an Betätigungsmöglichkeiten sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

Während der Hauptsaison kann es sogar zu einem erstaunlich hohen Besucherandrang im Naturpark kommen, da viele Ferienorte auch Ausflugsfahrten zu den Kornaten und nach Dugi Otok in ihrem Angebot haben. Dann herrscht in der Telascica-Bucht touristisches Gedrängel, weil alle Insassen der Ausflugsboote rasch zum Mir-See “gescheucht” werden, um dort ein kurzes Bad zu nehmen und hopp-hopp wieder auf die Schiffe zurückkomplimentiert werden. Der Salzsee hat dann große Ähnlichkeiten mit einem städtischen Schwimmbad, in dem es laut, eng und turbulent zugeht. Doch spätestens am Abend, wenn das letzte Touristenboot die Bucht verlassen hat, kehrt wieder Ruhe am Südzipfel der Insel ein, und Dugi Otok ist wieder das, als was es von seinen treuen Stammgästen seit vielen Jahren geschätzt wird: ein paradiesisches Eiland mitten in der Adria, wo man sich ganz im Einklang mit der großartigen Natur fühlen kann.

Hier geht es direkt zu den Unterkünften auf der Insel Dugi Otok:

http://www.kroatien-adrialin.de/insel-dugi-otok_ort.html



Bilergalerie zur Insel Dugi Otok

© dugiotok.hr (Tourismuszentrale der Insel Dugi Otok / Fotograf: A.Gospic)

Noch mehr Bilder gibt es auf www.dugiotok.hr/de/fotos

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