Top Reiseziele Dalmatien – Omis

23 Januar 2019 AUTOR:

Omis – einstiges Piratennest mit sportlichen Ambitionen

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Nur etwa 25 Kilometer südlich von Split zeigt sich die Küste von ihrer wildromantischen Seite: die alte Stadt Omis liegt malerisch vor steilen zerklüfteten Felsen, die schon aus der Ferne große Abenteuer verheißen.…

Dalmatien hat viele Gesichter, darunter auch eines, das Abenteuerlustige und Sportbegeisterte gleichermaßen in seinen Bann zieht. Wenn Sie sich über Piratengeschichten mit Legendenstatus, das Leben in alten wehrhaften Festungen und an Extremsportarten im Wasser und an nackten Felsen begeistern können, sollten Sie Ihren nächsten Kroatienurlaub in Omis verbringen. Hier finden Sie alte Sagen und Mythen mit modernem aktivem Leben meisterhaft verwoben, denn in dieser Stadt verbindet sich die Vergangenheit mit der Gegenwart in idealer Weise.

Piratenhochburg mit räuberischem Erfolgskonzept – Seeräuber in Omis

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Schon in der frühen Vorgeschichte gründeten illyrische Stämme eine Siedlung, die im 2. Jahrhundert v. Chr. von Dalmaten unter dem Namen Almissa übernommen wurde. Die Römer „tauften“ die Siedlung in Oneum um, was dem heutigen Namen der Stadt schon sehr viel näher kam. Doch richtig von sich reden machte Omis dann im Mittelalter, als die lange währende und siegreiche Ära der Seeräuber begann.
Es waren die Kreuzfahrer, die mit vollbeladenen Schiffen auf ihrem Weg aus dem Heiligen Land von den Piraten überfallen und ausgeplündert wurden, was den Seeräubern beträchtliche Einkünfte bescherte.
Seit dem 7. Jahrhundert betrieben die Bewohner von Omis dieses einträgliche Geschäft, dem sie immer weitere Zweige hinzufügten. So begnügten sie sich nicht mehr mit dem Plündern vorbeifahrender Schiffe, sondern spezialisierten sich darauf, Städte an der dalmatinischen Küste zu überfallen. Sie schreckten auch vor der Dogenrepublik Venedig und dem Süden Italiens nicht zurück, wo sie ebenfalls einfielen, um sich an dem Reichtum dieser recht wohlhabenden Gebiete gütlich zu tun.
Eine Familie namens Kacic tat sich unter den Seeräubern der Stadt besonders hervor. Ihre Macht war so groß, dass Städte wie Kotor und Dubrovnik sogar Nichtangriffspakte mit diesem Clan schlossen, und auch Venedig gab schließlich nach und bezahlte Tribut an die Kacics. Damit ließ die Seeräuberei jedoch nicht nach, so dass schließlich der Papst zornerfüllt eine Strafexpedition nach Dalmatien schickte, die jedoch nichts ausrichtete.
Als die Luft in Omis für die Piraten dann doch zu dünn wurde, gingen sie nach Senj und verbündeten sich mit den dortigen Seeräubern, um das Geschäft noch gute 200 Jahre lang zusammen zu betreiben.
Die weitere Geschichte von Omis verlief dann wie die der übrigen Orte in Dalmatien, nachdem Venedig 1444 bis 1797 die Herrschaft über die Region an sich riss.

Trutzige Gemäuer über frommen Gotteshäusern – Sehenswürdigkeiten in und um Omis

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Sie ist nicht zu übersehen und thront Ehrfurcht gebietend hoch über der Stadt: die Festung Peovica diente einst zur Verteidigung von Omis. Ihre Ruinen und der noch relativ intakte Turm lassen auch heute noch gut erkennen, wie mächtig sich diese wehrhafte Burg aus dem 13. Jahrhundert im Mittelalter präsentiert hat. Die auch Mirabella genannte Festung zählt zu den ältesten Wehranlagen in ganz Dalmatien.
Unterhalb der Festung schmiegt sich die Altstadt von Omis an die steilen Felsen, die zwar Schutz boten, jedoch eine Ausdehnung der Stadt aus nachvollziehbaren Gründen verhinderten. Die Kirche Sv. Mihovil ist von außen und innen sehr schön anzusehen. Von hier aus führt auch ein Treppenweg zur Festung hinauf, wo Sie mit einer wunderschönen Aussicht für den Aufstieg belohnt werden.
Nahe beieinander liegen auch die Kirchen Sv. Rok und Sv. Duh sowie der imposante Uhrturm der Stadt. Sehenswert ist auch das „Haus des glücklichen Menschen“, ein Denkmal aus dem 16. Jahrhundert, das zu Ehren des humanistischen Bewusstseins der Bewohner von Omis errichtet wurde. Interessantes und Beeindruckendes können Sie im Stadtmuseum bestaunen. Neben Exponaten aus der Stadtgeschichte verfügt das Museum auch über den steinernen „Kopf der Flora“ aus dem 1. Jahrhundert, die der Sage nach die Geliebte des überaus fröhlichen Gottes Dionysos gewesen sein soll.
Etwas außerhalb der Stadt liegt das erst 1716 gegründete Franziskanerkloster, in dessen Museum allerlei Schätze aufbewahrt werden. Ebenfalls im Außenbereich von Omis im Stadtteil Priko finden Sie das Kirchlein Sv. Petar, das auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn die kleine Kirche aus dem 11. Jahrhundert ist nicht nur das Bauwerk mit der größten Bedeutung von Omis, sondern zugleich die älteste Kirche in Mitteldalmatien.
Durchaus erhaben auf einer Hochebene steht noch ein Kastell, das von den Venezianern zum Schutz gegen die Türken errichtet wurde. Es liegt zwar nicht ganz so hoch wie die Festung Peovica, doch der Ausblick von hier oben ist nicht minder spektakulär und reicht bis zu den vorgelagerten Insel auf der Meerseite und zu dem Hinterland auf der anderen Seite.

Wildes Wasser und nackte Felsen – sportliche Herausforderungen in der Umgebung von Omis

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Der Fluss Cetina trägt zweifellos zum wildromantischen Ambiente von Omis bei. Doch damit gibt sich das ungestüme Gewässer nicht zufrieden. Die Stromschnellen und Strudel der Cetina sind ein idealer Tummelplatz für Kajak- und Rafting-Fans, die hier vor echten Herausforderungen stehen.
Alljährlich im Mai ist in der Aktivsportstadt Omis besonders viel los. An den Raftingmeisterschaften nehmen nicht nur die Sportler selbst teil, auch zahlreiche Besucher und Zuschauer tummeln sich dann am Ufer der Cetina, um sich von dem spritzigen Spektakel bestens unterhalten zu lassen.
Und schon am ersten Aprilwochenende geht es sportlich überaus extrem zur Sache. Bei der Cro Challenge sind die Teilnehmer zwei Tage lang in Extremsportarten wie See-Kajak, Rafting und Canyoning zugange, so dass die weiteren Disziplinen Jogging, Mountainbike und Schwimmen beinahe wie Erholungspausen anmuten.

Auf dem Trockenen gilt es, an steilen Felsen empor zu klettern – und das ganz in der Nähe der Altstadt von Omis. Die Babnjaca-Felsen sind ein beliebter Treffpunkt für Freeclimber, die hier fast das ganze Jahr über ihr Können vor vielen Zuschauern unter Beweis stellen.
Wenn Sie nicht so extrem unterwegs sein wollen, mieten Sie sich ein Fahrrad und erkunden Sie damit die schöne Umgebung von Omis. Ebenso reizvoll ist es, mit den Wanderschuhen an den Füßen auf Entdeckungstour zu gehen. Zwar ist das Tempo dabei wesentlich geringer als auf dem Drahtesel, doch Sie haben ja Urlaub und damit alle Zeit der Welt…
Wandern, radeln oder fahren Sie auch durch das Tal der Cetina, wo es erstaunlich viel zu sehen gibt – lassen Sie sich überraschen!

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