Top Reiseziele Dalmatien – Peljesac

13 Februar 2019 AUTOR:

Peljesac – Halbinsel des Weins, der Berge und einiger wilder Bewohner

peljesac
Obwohl sie noch ein klein wenig mit dem Festland verbunden ist, zählt die Halbinsel Peljesac zu der nördlichsten der süddalmatinischen Inseln. Ob herrliches Wandergebiet, Genussinsel für Weinkenner oder Insidertipp für individuelles Badevergnügen – Peljesac ist ebenso groß wie vielseitig.

Fragt man Kroatienurlauber, die Jahr für Jahr nach Peljesac reisen nach den Vorzügen dieser Halbinsel, so gibt es darauf viele Antworten. Doch ein Argument werden Sie bei allen hören: Auf Peljesac geht es immer noch ruhig und beschaulich zu, und das selbst in der dicksten Hochsaison. Zwar ziehen die Touristenströme auf dem Weg zur Insel Korcula an Peljesac vorbei, doch das stört niemanden. Hier können Sie in Ruhe Ihren Urlaub genießen und dabei viel erleben, noch mehr sehen und dabei der Natur ganz nahe kommen.

Eine Insel mit drei verschiedenen Historien – bewegte Zeiten auf Peljesac

altstadt
Die etwa 70 Kilometer lange und insgesamt 350 Quadratkilometer große Halbinsel kann tatsächlich drei Vergangenheiten mit unterschiedlichem Verlauf vorweisen. Der äußerte Westen von Peljesac war immer schon „Bestandteil“ der Nachbarinsel Korcula und teilte daher auch die Geschichte dieses Eilands.
Die im Südosten gelegene Stadt Ston war dagegen seit jeher mit den Geschicken des Festlands eng verbunden und von dessen Vergangenheit geprägt.
Nun bleibt noch der immense „Rest“ der Halbinsel, der seine Historie bis weit zurück zu den Illyrern und noch davor verfolgen kann, was mit Höhlenfunden anschaulich belegbar ist. So ist bewiesen, dass auch Griechen und Römer in diesem Teil von Peljesac heimisch waren und ihre Siedlungen gründeten.
Gemeinsam wurde die Geschichte der Halbinsel erst nach dem Zerfall des Weströmischen Reichs, als Byzanz, das Fürstentum Zahumlje und Dubrovnik die Geschicke des Eilands zu dritt regierten, was gründlich misslang. Im Jahr 1333 „schubste“ Dubrovnik seine Mitregenten von Peljesac herunter und kaufte kurzerhand die ganze Insel. Danach ging es wie gehabt weiter, erst Venedig, dann für kurze Zeit die Franzosen und Engländer und schließlich die in Kroatien überall präsenten Österreicher.

Natürlich gewachsene Schönheiten und von Menschenhand geschaffene Attraktionen – Peljesac hat allerlei zu bieten

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Auf der Halbinsel ist alles vorhanden, was man sich auf einem fast komplett vom Meer umgebenen Urlaubsparadies wünscht: Das Eiland kann romantische Täler mit üppiger Vegetation vorweisen, über denen sich karstige Hügel und hohe Berge erheben. Im Frühling hüllt sich Peljesac in frisches saftiges Grün, in das die lilafarbenen Blüten des Salbeis und die in Weiß und Rosa erstrahlenden Zistrosen bunte Akzente setzen. Mit Pinien, Zypressen, Oliven und Feigenbäumen zeigt sich die mediterrane Pflanzenwelt von ihrer schönsten Seite, während mächtige Eichen und Buchen in den Wäldern für Stimmung sorgen.
Die Bewohner von Peljesac widmeten sich seit jeher dem Weinbau, aus dem der in ganz Kroatien berühmte und sehr starke Rotwein Dingac „hervorgegangen“ ist. Aber auch trockene Rotweine und leichte aromatische Weißweine gedeihen hier vortrefflich. Dazu passen die Austern und Muscheln ganz hervorragend, die in der Umgebung von Ston in großen Anlagen gezüchtet werden und ganz frisch auf die Teller kommen.
Die Weinlese auf Peljesac ist ein überaus schwieriges Geschäft, das besonders in den höher gelegenen Gebirgsdörfern sehr mühsam vonstattengeht. Die Weinberge liegen weit verstreut in erstaunlicher Höhe, was die Ernte ebenso erschwert wie der beschwerliche Transport der Trauben. Hierfür sind die Esel zuständig, die den Rohstoff für den künftigen Wein trittsicher ins Tal bringen. Dabei kann es schon vorkommen, dass die Grautiere irgendwann die Nase voll haben und einfach stehenbleiben, um Pausen nach eigenem Gutdünken einzulegen. Dann heißt es für die Winzer ebenfalls zu pausieren und abzuwarten, bis die Esel sich zum Weitermachen entschließen.

Peljesac kann hübsche Städtchen und malerische Fischer- und Weindörfer vorweisen. Jede Ortschaft besitzt ihren eigenen individuellen Charme, zu dem sich meist auch die Gelegenheit für ein gutes deftiges Essen mit einem süffigen Wein bietet. Schöne Badeplätze laden rund um die Insel zum Verweilen ein, was besonders nach einer langen Wanderung oder Radtour eine willkommene Pause darstellt.
In den größeren Orten finden Sie alles, was das Touristenherz begehrt, während es in den ländlichen Regionen etwas einfacher zugeht.

Ston – Stadt, Befestigungsanlage und uraltes Kulturdenkmal zugleich

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Für die Stadt Ston sollten Sie sich viel Zeit nehmen. Kilometerlange Befestigungsmauern winden sich den gewaltigen Berghang hinauf und waren doch nur ein Teil der gewaltigen mittelalterlichen Festungsanlage, die als längste Verteidigungsmauer Europas gilt. So behauptet es zumindest die Stadt. Es ist jedoch unbestritten, dass die Mauern, Bastionen und Türme des Befestigungssystems einst einen imposanten Anblick geboten haben, was auch heute noch deutlich zu erkennen ist.
Rund 2.200 Kilometer der Festungsmauern sind heute wieder begehbar, auf denen Sie sehr komfortabel von dem Städtchen Veliki Ston zum „Wehrdorf“ Mali Ston spazieren können. Nutzen Sie die Zeit in diesen beiden Orten, die auch heute immer noch sehr mittelalterlich anmuten. Es ist ein Stück recht gut erhaltener Geschichte, durch die Sie spazieren können, um sich dabei ein wenig verzaubern zu lassen.

Schakal, Mufflon und Sandviper – Peljesacs wilde Insulaner

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Sie lieben es, selten gewordenen Tieren in freier Wildbahn zu begegnen? Dann auf in die Berge von Peljesac, wo Sie mit etwas Glück die raren Mufflons aufspüren können. Auch Sandvipern könnten Sie vorsichtig beäugen, obwohl die Schlangen ebenfalls fast ausgestorben sind, nachdem die Inselbewohner Mungos einführten, die sich der Schlangenplage annehmen sollten. Das taten die munteren kleinen Räuber auch, bis die Sandvipern beinahe ausgerottet waren.
Vor allem Camper kommen nachts in den Genuss, vom Heulen der Schakale in den Schlaf „gesungen“ zu werden. Diese Tierart wurde auch stark dezimiert, doch hört man ihr schauriges Geheul in der Nacht sehr gut, während sich die Schakale tagsüber so gut wie unsichtbar machen…
Wandern Sie, radeln Sie oder streifen Sie kreuz und quer über Peljesac. So lernen Sie die Halbinsel am besten und besonders intensiv kennen. Erklimmen Sie hohe Berge oder schauen Sie von den Hügeln herab in die Täler und übers Meer hinaus. Entdecken Sie die kleinen Dörfchen und baden Sie an verschwiegenen Buchten, die nur Ihnen zu gehören scheinen.
Peljesac ist bekannt für seine beschauliche Gelassenheit, die Erholung und Entspannung verheißt. Genießen Sie behagliche Urlaubstage ohne Rummel und Touristenströme, die gar nicht so weit entfernt an dieser Halbinsel vorbeiziehen. Auf Peljesac können Sie sich noch in die Landschaft hineinträumen und mit der großartigen Natur auf Tuchfühlung gehen.

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