Top Reiseziele Inseln – Rab

27 Februar 2019 AUTOR:

Insel Rab – Grün in vielen Variationen mit paradiesischen und königlichen Bademöglichkeiten
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Wenn Sie in verschwenderischer Vegetation schwelgen möchten und dabei nicht allein sein wollen, ist Rab das ideale Urlaubsparadies. Schöne seichte Strände, eine lebhafte Hauptstadt und herrliche Wander- und Radtouren sind gute Gründe, um immer wieder auf diese Insel zurückzukommen.

Rab ist mit einer Fläche von 94 Quadratkilometern nicht sehr groß, doch dicht besiedelt. Mehr als 8500 Menschen leben auf dieser Insel, zu denen sich in den Sommermonaten noch Zehntausende Gäste dazugesellen. Der touristische Rummel ist in den Städten Rab und Lopar besonders lebhaft, während es im ländlichen Bereich ruhiger und beschaulicher zugeht.
Die Saison beginnt auf Rab im zeitigen Frühjahr, wozu das milde Klima und die zahlreichen Sonnenstunden auf diesem Eiland maßgeblich beitragen. Eine gute Zeit also, um zu wandern und ausgedehnte Touren mit dem Mountainbike zu unternehmen, bevor die Sommerhitze diese Freizeitaktivitäten beschwerlicher macht.

Griechen, Römer, Venezianer, Franzosen und Österreicher – die „üblichen Verdächtigen“ in der insularen Vergangenheit
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Es war ein griechischer Geograf, der die Insel im 4. Jahrhundert v. Chr. erstmals in seinen Schriften erwähnte. Zu dieser Zeit gelang es den Griechen erst nach lang andauernden Kämpfen die auf Rab sesshaft gewordenen Liburner von der Insel zu vertreiben. Doch etwa ein Jahrhundert später, kamen die ursprünglichen Bewohner nach Rab zurück und jagten die Griechen davon, um sich dann in deren Siedlungen niederzulassen. Die Griechen vergruben ihre Reichtümer auf der Insel, weil sie felsenfest davon ausgingen, Rab irgendwann wieder in Besitz zu nehmen.
Stattdessen kamen die Römer, bis die Insel in der Ära der Völkerwanderung von Hunnen gestürmt wurde, die ihrerseits die Goten vertrieben und dabei viel Schaden anrichteten. Erst im Jahr 750 wurde die Stadt Rab unter byzantinischer Herrschaft erneut aufgebaut. Es folgten noch viele blutige Kriege, die von Venezianern, Ungarn und Kroatien um die Insel geführt wurden. Eine gewisse Ruhe trat erst 1403 ein, als Venedig bis 1797 die Geschicke von Rab lenkte.
Napoleons Soldaten kamen und wurden von den Österreichern „abgelöst“, danach folgte eine Interimszeit unter italienischer Herrschaft.
Die Inselbewohner betrieben viele Jahrhunderte lang Ackerbau, Viehzucht, Fischfang, Weinbau und Handel, bis das Eiland vom Tourismus entdeckt wurde, von dem fast die gesamten Einwohner von Rab heute leben.

Weithin bekannter Kurort für allerlei Prominenz – die Inselhauptstadt Rab
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Die Stadt Rab ist eine Schönheit, die sich über die Jahrhunderte hinweg bestens konserviert hat. Dies ist nicht zuletzt ihren starken Befestigungsanlagen geschuldet, die Rab zuverlässig vor Feinden und deren Zerstörungsabsichten beschützt hatten.
So ist es nicht verwunderlich, dass die ausgesprochen malerisch auf der wie ein Keil geformter Landspitze gelegene Stadt schon früh als Traumziel für wohlhabende Urlauber aus ganz Europa entdeckt wurde. 1889 erhielt Rab den Rang einer Kurstadt, was den Ort noch bekannter machte. Als sogar ein gekröntes Haupt hier seine Ferien verbrachte und für royale Furore sorgte, war sowohl die Insel als auch die Stadt fast weltweit in aller Munde.
Im Jahr 1936 badete König Edward VIII. mit seiner Geliebten Wallis Simpson und anderen Gleichgesinnten in der nach ihm benannten „Englischen Bucht“ bei Rab, was an sich schon viel Aufmerksamkeit erregte. Als jedoch der Monarch splitternackt in die Adria hüpfte, war der Skandal perfekt. Die Stadt nutzte diese Gelegenheit und eröffnete den ersten offiziellen FKK-Strand Kroatiens, dem nicht lange danach auch andere folgten.
Doch Rab ist nicht nur für Strandurlauber ein begehrtes Reiseziel. Wenn es in der Stadt gar zu voll wird, was während der Sommermonate fast ständig der Fall ist, können Sie dem Rummel durch Ausflüge in die reizvolle Umgebung entgehen. Es ist nicht weit zum Kamenjak-Gebirge, wo Sie von Rab nach einem etwa vierstündigen Fußmarsch hoch oben auf dem Berg Straza die herrliche Aussicht in erholsamer Ruhe genießen können.
Weniger anstrengend ist die Tour zum Franziskanerkloster am Ende der Bucht Eufemija. Zu diesem Ziel können Sie nach einem einstündigen Spaziergang auf der Uferpromenade gelangen. Fast auf dem Weg liegt der Dundowald, ein mit Pinien, Zypressen, Kiefern und Korkeichen bewachsenes und fast märchenhaft anmutendes Wäldchen, das zu den schönsten seiner Art im gesamten Mittelmeerraum zählt.

Paradiesstrand und mönchischer Staatsgründer – die Highlights von Lopar
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Lopar ist neben der Stadt Rab ein touristischer Brennpunkt, wofür der weithin berühmte Paradiesstrand „verantwortlich“ ist. Es gibt wirklich viele kleine und große Buchten, in denen Sie durchaus noch ruhig und beinahe einsam baden können. Diese „Geheimtipps“ liegen allerdings ein wenig von der Stadt entfernt, sind jedoch bequem zu Fuß erreichbar.
Etwas anders sieht es dagegen in der Bucht Livacina aus, denn hier sind Sie im Badeparadies angelangt. Genauer gesagt am Strand Rajska plaza, der den Beinamen Paradiesstrand trägt. Sand, seichtes Wasser und ein Kiefernwäldchen sind die Voraussetzungen für grenzenloses Badevergnügen. So einsam oder zweisam wie im Garten Eden geht es in der Hauptsaison an diesem Strand jedoch nicht zu. Hier liegen die Badefrösche dicht gedrängt, doch tut dies dem Spaß keinerlei Abbruch.
Ebenfalls herrlich weicher Sand bedeckt den Strand Veli mel, der mehrere Kilometer lang entlang der Bucht Crnika verläuft und ganz sachte ins Meer ausläuft. Erst nach einem „Fußmarsch“ von etwa 100 Metern hat das Wasser allmählich eine Chance, um den Pegel der Badehose zu erreichen…
Schöne Strände gibt es um Lopar zuhauf, auch solche, an denen Sie alle Hüllen fallen lassen können.

Eine weitere Attraktion dieses Ortes ist sein wohl berühmtester Sohn, der im 3. Jahrhundert hier geboren wurde und als Steinmetz nach Italien ging. Um der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zu entkommen, floh der Mönch Marinus ins Gebirge, wo er auf dem Berg Monte Titano eine Höhle fand, die sich trefflich als Zuflucht eignete. Bald schon war der Eremit nicht mehr allein, da sich ihm weitere Verfolgte anschlossen. Als Folge gründete Marinus ein Kloster nebst einer Kirche. So entstand ein Städtchen, das bis heute als der Stadtstaat San Marino existiert.

Die Insel Rab bietet noch sehr viel mehr Sehenswertes, das Sie auf Wanderungen, Radtouren oder mit dem Boot entdecken können. Die grüne Insel in der Kvarner Bucht verfügt über mehr als 180 Kilometer ausgewiesene Radwege, die alle irgendwann zu einer der zahlreichen kleinen und stillen Buchten führen, wo sich Sie ungestört erfrischen können, bevor Sie sich wieder auf den Drahtesel schwingen.
Nutzen Sie auch die Gelegenheit, um mit einem Kajak um die wunderschöne Halbinsel Kalifront zu paddeln. Die dicht bewaldete Insel, auf der Autos verboten sind, bietet schöne Bade- und Spaziermöglichkeiten…

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