Top Reiseziele Kvarner Bucht – Lovran

9 Januar 2019 AUTOR:

Lovran – idyllisches Badestädtchen mit fruchtigen Überraschungen…

Lovran
Es ist fast ebenso bezaubernd wie Opatija, doch sehr viel kleiner und gemütlicher – Lovran ist eine kleine feine Perle an der kroatischen Riviera mit langer Tradition, deren Glanz auch heute noch viele begeisterte Badegäste magisch anzieht.

Lovran wird oft als kleine Schwester von Opatija bezeichnet, doch das trifft nur sehr eingeschränkt zu. Sicherlich ist der Badeort an der kroatischen Riviera entschieden kleiner und nicht ganz so mondän wie das altehrwürdige Seebad aus k. u. k. Zeiten. Davon abgesehen ist Lovran ein malerisches Städtchen mit ganz eigenem Charme, das nicht erst auf das glitzernde Juwel in der Nachbarschaft verweisen muss, um auf sich aufmerksam zu machen.

Alte Wurzeln mit jungen Trieben – Lovran einst und jetzt

Lovran
Der Legende nach war es der Schwiegersohn von Kaiser August, der seinen Landsitz für den Sommer hier errichtet haben soll und somit für die Gründung von Lovran „verantwortlich“ zeichnete. Ob kaiserlicher Schwiegersohn oder vornehmer Patrizier lässt sich nicht mehr so genau feststellen, doch ganz sicher ist, dass die Namensgebung des Ortes aus antiken Zeiten stammt. Der Name Lovran leitet sich von Laurus ab, dem lateinischen Wort für Lorbeer. Aus Laurus wurde Lauriana, und von da ab war es nicht mehr weit zu Lovran.
Schon bei Ihrem ersten Bummel durch Lovran werden Sie wissen, dass diese Namenswahl richtig war, denn zu der bekannten mediterranen Flora wie Eichen, Pinien und Kastanien gesellen sich in diesem Städtchen riesige Lorbeersträucher und sogar Bäume dieser Art dazu.
Lovran machte schon seit dem 9. Jahrhundert als Zentrum für Schiffsbau und Handel von sich reden. Schon im 14. Jahrhundert gelangte der Ort in den Herrschaftsbereich der Habsburger, wo er bis 1918 blieb, sieht man von dem kurzen napoleonischen Intermezzo in der Zeit von 1809 bis 1815 ab.
Wie im benachbarten Opatija fasste der Fremdenverkehr auch in Lovran schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts Fuß. Mit prächtigen Hotels, mehr als 50 Pensionen, 80 schöne Villen, zwei Badeanstalten, einem Theater und einer für damalige Zeiten durchaus modernen Infrastruktur konnte Lovran schon lange vor dem 1. Weltkrieg seine Besucher begeistern. Glücklicherweise war man schon zu dieser Zeit so vorausschauend, um das kleine mittelalterliche Herz des Städtchens zu erhalten, das von dieser und auch von den nachfolgenden Hochkonjunkturen des Bauwesens verschont blieb.
Sein idyllisches Badeortflair hat sich Lovran bis heute erhalten. Die alten herrschaftlichen Villen, der mittelalterliche Stadtkern und die üppig sprießende Vegetation entlang der mehr als hundert Jahre alten Uferpromenade Lungomare verbinden die glanzvolle Vergangenheit des Städtchens mit dem lebendigen Tourismus der Gegenwart. Hier erwartet Sie eine moderne Infrastruktur, die mit dem vor langer Zeit entstandenen „Altehrwürdigen“ eine reizvolle Verbindung eingegangen ist.

Flanieren, Staunen und Entdecken – drei gute Gründe für Ferien in Lovran

Lovran_Lungomare
Beginnen Sie Ihre Entdeckungstour mit einem Bummel auf dem Lungomare, der herrlich beschatteten Uferpromenade von Lovran. Auf dem von mächtigen Lorbeerbäumen vor der Sonne geschützten und durch verschwenderisch blühende Parkanlagen führenden „Strandboulevard“ zeigt sich Lovran von seiner schönsten und verführerischsten Seite. Die Promenade schlängelt sich an den Fels- und Kiesbuchten entlang und führt Sie geradewegs bis nach Opatija, wenn Ihnen ein Spaziergang von zwölf Kilometern für den Anfang nicht zu weit ist.
Vielleicht wird Ihnen der Weg gar nicht so weit vorkommen, da er schön schattig ist und immer wieder neue Ausblicke auf das Meer, die Felsen und das üppige, mit bunten Blumen durchmischte Grün der Parks bietet.
Derart eingestimmt, können Sie sich dann dem historischen Zentrum von Lovran widmen, das Sie durch das südliche Stadttor am stimmungsvollsten erreichen. Die kleinen Gassen führen so ziemlich alle zielstrebig zum großen Kirchplatz, dem unbestrittenen Mittelpunkt der Altstadt. Gesäumt von schmucken Häusern mit völlig unterschiedlichen Fassaden ist ein Spaziergang durch diese Gässchen an sich schon ein Hochgenuss. Hier können Sie barocke Portale oder künstlerisch gestaltete Balkone bestaunen. Andere Häuser ziehen den Blick mit ihren prächtigen Außentreppen an, während hübsche Erker und liebevoll angelegte Gärten ebenfalls viel Aufmerksamkeit erregen.
Am Kirchplatz sorgen gleich zwei Gebäude mit ihrer außergewöhnlichen Gestaltung für Furore. Einmal das sofort ins Auge fallende Rathaus, dessen Steinportal mit einem besonderen Holzrelief geschmückt ist: Hier sehen Sie den heiligen Georg hoch zu Ross, der mit starker Hand den bösen Drachen erlegt.
Nur wenige Meter von dieser martialischen Szene entfernt wird es gleich nochmal gruselig, denn Sie werden sich von teuflisch stechenden Augen beobachtet fühlen. Das Portal dieses Hauses ist mit dem Konterfei eines finster dreinblickenden Mannes mit mächtigem Schnurrbart „verziert“, dessen unfreundliches Äußeres wohl ungebetene Besucher und auch böse Geister abwehren soll.
Sehenswert ist auch die Kirche des heiligen Georg, die wegen zahlreicher Zerstörungen im Laufe der Zeit immer wieder umgestaltet wurde. Dagegen präsentiert sich der freistehende Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert noch in seinem schnörkellos romanischen Originalzustand. Kunstvolle gotische Fresken aus dem 15. Jahrhundert schmücken den Innenraum der Kirche.
Auch die Dreifaltigkeits-Kapelle am Hafen ist ein Musterbeispiel unverfälschter romanischer Baukunst.

Feiern mit Maronen und Kirschen – „schmackhafte“ Feste für leckere Früchtchen

Lovran
In Lovran gedeiht nicht nur der Lorbeer ausgesprochen prächtig. Auch Esskastanien- und Kirschbäume gibt es hier zuhauf, an denen überaus köstliche Früchte heranreifen. Am besten schmecken die Maronen und Kirschen natürlich an den eigens für diese beiden Fruchtarten veranstalteten Festen, zu denen es zahllose Besucher von weit her nach Lovran zieht.
Da Kirschen naturgemäß früher im Jahr reif sind als Esskastanien, findet das große Kirschenfest im Juni statt. Die im milden Klima der Kvarner Bucht süß und prall gewordenen Kirschen werden Anfang Juni gepflückt und sofort beim Kirschenfest in vielerlei Variationen aufgetischt. Zu den traditionellen „Kirschtagen“ verwandeln sich die Städte Lovran und Opatija in wahre Schlemmeroasen, in denen jedes Café und Restaurant Kirschkuchen und andere regionale Kirschgerichte anbietet. Der Höhepunkt des Festes ist der weithin berühmte Lovran-Strudel, der 20 Meter lang ist und auf dem Hauptplatz des Ortes darauf wartet, genüsslich verzehrt zu werden.

Im Oktober ist dann die große Zeit für die Maronen gekommen. Diese unscheinbare braune Frucht mit dem großartigen aromatischen Geschmack feiert in der Region Kvarner gleich an drei Wochenenden hintereinander: Am ersten Oktoberwochenende in Liganj, am Wochenende darauf in Dobrec und am dritten Wochenende im Oktober findet das Spektakel schließlich in Lovran statt. Gute Gründe also, um den gesamten Monat hier zu verbringen und nach Herzenslust geröstete Maronen, Maronenkuchen, Maronentörtchen und weitere Köstlichkeiten dieser Baumfrucht zu naschen.

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