Wissenswertes über Kroatien – Angeln

30 Mai 2018 AUTOR:

Goldbrasse, Drachenkopf, Miesmuschel & Co. – Angeln in Kroatien

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Die Adria ist ein wahres Paradies für Angler aller Kategorien. Ob in 50 Meter Tiefe im Norden oder in abgründigen 200 Tiefenmetern im Süden – das adriatische Meer, die Binnenseen und die Flüsse Kroatiens bieten Tiefenentspannung und Herausforderung gleichermaßen.

Mehr als 365 verschiedene Fischarten und anderes Meeresgetier tummeln sich in den Fluten der Adria, also für jeden Tag des Jahres eine eigene Spezies. Doch nicht nur im Meer gibt es allerlei Köstliches für die Pfanne, den Schmortopf oder den Grill. Auch die Flüsse und Binnenseen des Landes bieten ein beachtliches Potenzial an Fischen, so dass zahlreiche Hobbyangler extra zum Auswerfen der Angel Jahr für Jahr nach Kroatien reisen.

Angelschein und andere Lizenzen – Formalitäten für das Angeln

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So groß die Versuchung auch sein mag, einfach am Ufer die Angel auszuwerfen und auf das Anbeißen eines schmackhaften Fischs zu warten – ohne die entsprechenden Genehmigungen sollte man dieser Verlockung nicht nachgeben. Ob Sie nun am Meeresufer, auf hoher See, an einem See im Hinterland oder in einem der zahlreichen Flüsse des Landes angeln möchten – Sie benötigen für jedes Gewässer einen Angelschein, auch Genehmigung oder Lizenz genannt.
Sind Sie dann stolzer Besitzer einer solchen Angelerlaubnis, dürfen Sie endlich zur Angel greifen. Selbstverständlich gibt es auch hier Ausnahmen. So darf beispielsweise in Häfen, Mündungsgebieten von Flüssen, an Stränden und Badegebieten während der Sommermonate sowie in Natur- und Nationalparks weder geangelt, noch auf andere Weise gefischt werden. Das gilt auch für Krebse und Muscheln.
Die Lizenz für Freizeitfischerei auf dem Meer kann von Jedermann käuflich erworben werden. Sie gilt für die gesamte Meeresfläche, auf der das Fischen gestattet ist. Für den Erwerb der Genehmigung benötigen Sie ein gültiges Ausweisdokument wie Reisepass, Personalausweis oder Führerschein. Verkauft werden die Angellizenzen fast überall: im Hafen, in Reiseagenturen sowie in allen Städten und Urlaubsorten an der kroatischen Küste.
Der Preis des Angelscheins richtet sich nach der Dauer der Genehmigung. Sie können eine Lizenz für einen einzigen Tag erwerben, die etwa 60 Kuna kostet. Eine dreitägige Angelerlaubnis kostet rund 150 Kuna, und für eine Woche mit der Angel müssen Sie mit einer Gebühr von 300 Kuna rechnen. Das entspricht in etwa einem Gegenwert von 8, 20 und 40 Euro. Wer vom Angeln nicht genug bekommen kann, ist mit einer Angellizenz für 30 Tage gut bedient, für die er circa 700 Kuna, also knapp 100 Euro bezahlen muss.
Auch für die verschiedenen Gerätschaften gibt es spezielle Angelscheine. So können Sie eine Angellizenz für das traditionelle Angeln mit dem Angelhaken erwerben. Auch für die Unterwasserharpune, die Schleppangel und die Legangel gibt es entsprechende Genehmigungen. Einen besonderen Angelschein ist auch für den Thunfischfang erforderlich. Passionierte Angler werden sich mit den diversen Fischfangutensilien sowieso auskennen. Anfänger oder Hobbyangler „begnügen“ sich zumeist damit, sich mit einer Angel auszurüsten und an einem geeigneten Ort die mit einem Haken bestückte Schnur auszuwerfen…

Für das Süßwasserangeln in Flüssen und Seen sowie für die Fliegenfischerei benötigen Sie eigene Lizenzen. Diese werden vom Kroatischen Fischerverband erteilt, der wiederum in den bereits erwähnten Verkaufsstellen vertreten ist.

Was darf womit aus dem Wasser geholt werden – weitere Regeln fürs Angeln

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In der Adria tummeln sich eine Vielzahl von Fischarten, die Sie angeln dürfen – vorausgesetzt, die Meeresbewohner verfügen über die vorgeschriebenen Mindestgrößen. Die Einhaltung dieser Vorschrift ist wichtig, um den Nachwuchs der Fische zu schützen und die Arten damit zu schonen. Gleiches gilt selbstverständlich für die Bewohner von Flüssen und anderen Binnengewässern.
So dürfen Sie beispielsweise Aale mit einer Mindestlänge von 30 Zentimetern aus dem Wasser holen. Ein Zackenbarsch muss mindestens 60 Zentimeter lang sein, um Ihnen zum Abendessen zu Diensten zu sein. Zahnbrassen und Schwarze Scharben müssen auch 30 Zentimeter auf den Zollstock bringen, um aus dem Meer gezogen zu werden.
Auch für Muscheln gibt es Vorschriften über die Größe der Schalentiere. Eine Miesmuschel muss fünf Zentimeter groß sein, gleiches gilt für Noahs Arche, während Austern eine Länge von sechs Zentimetern vorweisen müssen. Fast schon kapital nimmt sich da die Jakobsmuschel mit neun Zentimetern Größe aus. Venusmuscheln sind kleiner und dürfen schon mit zweieinhalb Zentimeter „geerntet“ werden.
Informieren Sie sich bei den örtlichen Informationsstellen – oder schon zu Hause – über die „Größentabelle“ von Fischen und anderem Meeresgetier.

Weitere Vorschriften gibt es hinsichtlich der Ausrüstung zum Fischfang. Sie dürfen mit zwei Wurfangeln zum Fischen gehen, an denen maximal drei Angelhaken pro Angel gestattet sind. Das gilt auch für Grundangeln und Schleppangeln. Erlaubt sind auch zwei Unterwasserharpunen.
Für Hochseefischerei gelten besondere Regeln, die Sie ebenfalls erfragen können.
Unter den Hobbyanglern in Kroatien rangieren kleine Brassen, Goldbrassen, Wolfsbarsche, Lippfische und Meeräschen zu den beliebtesten Fischarten, die oft schon in Ufernähe gefangen werden können und ganz nebenbei noch köstlich schmecken. Es versteht sich von selbst, dass die Sportfischerei nur für den eigenen Bedarf betrieben werden darf. Es ist nicht erlaubt, einen ergiebigen Tagesfang auf dem örtlichen Wochenmarkt zum Verkauf feilzubieten…

Wind, Wetter und Wasser – Vorsicht kann nicht schaden

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Die wohl bequemste und auch sicherste Art, seine Mahlzeiten aus dem Wasser zu ziehen, ist das Angeln direkt am Ufer von Meer, Flüssen und Seen. Kommt dann ein Sturm auf, haben Sie ihre Angelrute rasch eingeholt und können sich mit Ihren Siebensachen in Sicherheit bringen.
Anders sieht es aus, wenn Sie mit einem Boot unterwegs sind. Sollten Sie selbst der Bootsführer sein, müssen Sie im Besitz eines Sportbootführerscheins sein. Beim eigenen Boot ist der Nachweis über die Bootszulassung sowie der internationale Bootsschein Pflicht.
Bevor Sie in See stechen, informieren Sie sich immer über das zu erwartende Wetter in der Region. Es genügt nicht, zum tiefblauen Himmel hochzuschauen und darauf zu vertrauen, dass dieser paradiesische Zustand anhalten möge. Zu bestimmten Zeiten im Jahr ändert sich das Wetter oft sehr schnell; Stürme auf hoher See sind kein Zuckerschlecken und können sehr ungemütlich sein.
Großes Augenmerk sollten Sie auch auf die Sicherheitsausrüstung Ihres Boots legen. Hierüber gibt der ADAC Auskunft, oder Sie informieren sich am Hafen. Eine Ausfahrt ohne angelegte (!) Schwimmweste sollten Sie gar nicht erst in Erwägung ziehen.

Nun sind Sie bestens gerüstet, um mit der Angel zum Abenteuer Fischfang in der Adria zu starten. Petri Heil, einen guten Fang und viele unvergessliche Erlebnisse auf dem Wasser oder an seinen Ufern!

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