Wissenswertes über Kroatien – Nikola Tesla und die Nikola Tesla EV Rally Croatia

23 Mai 2018 AUTOR:

Flüsterleise auf großer Fahrt durch Kroatien – Nikola Tesla und die Nikola Tesla EV Rally Croatia

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Vom 3. bis zum 10. Juni rollen schicke Elektroautos fast lautlos auf einer der schönsten Strecken durch das Land und überqueren dabei sogar das Meer. Die „Nikola Tesla EV Rally Croatia 2018“ macht damit dem genialen Elektro-Ingenieur und Erfinder Nikola Tesla alle Ehre, denn ohne ihn gäbe es wahrscheinlich vieles nicht, was heute nicht mehr wegzudenken ist.

Er gilt als Erfinder der Elektrizität, des Radios, und sogar die Entdeckung der Röntgenstrahlen wird ihm zugeschrieben. Nikola Tesla war einer der bedeutendsten Erfinder seiner Zeit – oder gar aller Zeiten -, verstand es jedoch nicht, die Früchte seiner Arbeit zu schützen und zu vermarkten. Nun jährt sich die wohl schönste Rallye bereits zum fünften Mal, die nicht nur den Namen des Erfindergenies trägt, sondern ihm damit auch die Referenz erweist, auf die er zu Lebzeiten vergeblich hoffte.

Genialer Erfinder und betrogenes Genie – Leben und Werk von Nikola Tesla

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Als Nikola Tesla 1856 in Smiljan geboren wurde, hätte wohl niemand in dem kleinen Dorf inmitten der hügeligen Landschaft Lika geahnt, dass er Jahre später in den USA mit seinen Erfindungen Furore machen würde. Im Alter von 28 Jahren überquerte Tesla den „großen Teich“ und gelangte 1884 als Auswanderer in die USA, wo er anfangs für den damals schon berühmten Thomas Alva Edison arbeitete.
Die beiden genialen Erfinder konnten gegensätzlicher nicht sein: während Nikola Tesla emsig arbeitete und an allerlei Projekten gleichzeitig herumtüftelte, gab Edison mit aufgerollten Hemdsärmeln den ebenso tüchtigen wie gerissenen Geschäftsmann, der auch nicht davor zurückschreckte, sein Geld mit anderer Leute Entdeckungen zu verdienen. Nikola Tesla dagegen umgab sich mit einer gewissen Distanz, war stets elegant und tadellos gekleidet und besaß Charme, mit dem er sein Publikum in Bann ziehen konnte. Er verfügte über eine gewisse Ausstrahlung, die ihm den Ruf eines Magiers einbrachte. Es schien sicher, dass die Welt ihm zu Füßen liegen würde.
Tesla gilt als der Erfinder des Stroms, genauer gesagt der Elektrizität. „Freie Energie“ nannte man dieses Phänomen im New York des späten 19. Jahrhunderts, wo der junge Wissenschaftler als der neue Stern am Entdeckerhimmel gefeiert wurde.
Tesla war schon als 17-jähriger ein begnadeter Tüftler, der völlig ohne Konzept und Modelle drauflos forschte und erstaunliche Ergebnisse vorweisen konnte. Mit 19 Jahren erhielt er ein Stipendium an der Technischen Hochschule in Graz und legte gleich im ersten Jahr sein Examen mit der Bestnote ab. Tesla arbeitete und lernte fast pausenlos, immer angetrieben von dem Drang, Großartiges zu erfinden und zu erschaffen.
Als Tesla in den USA ankam, hatte er nur wenige Dollar in der Tasche, während Edison damals schon ein wohlhabender und wohl auch mächtiger Mann war. Nikola Tesla arbeitete zuerst als Assistent bei Edison, der ihm jedoch nach einer gelungenen Erfindung das versprochene Erfolgshonorar nicht zahlen wollte. Der junge Ingenieur kündigte und schlug sich mehr schlecht als recht durch, bis es ihm gelang, das Wechselstromsystem zu entwickeln, für das er auch einen Generator, einen Motor und einen Transformator baute. Er ließ sich seine Erfindungen patentieren und verkaufte sie an einen Industriellen.
Edison brachte den Wechselstrom gezielt in Misskredit, da seine Lampen mit Gleichstrom betrieben wurden. Es folgte ein ständig währender Krieg zwischen den beiden Erfindern, der von Edison gewonnen wurde, wohl weil er den längeren Atem und das nötige Geld hatte. Als Nikola Tesla im Alter von 86 Jahren starb, war sein Ruhm längst vergessen, und kaum jemand brachte seinen Namen noch in Verbindung mit seinen genialen Erfindungen, die bis heute unser Leben bestimmen.

Nikola Tesla Erinnerungsfahrt – eine Rallye quer durch Kroatien

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Zwar wurde Nikola Tesla nicht die Anerkennung zuteil, die ihm gebührt hätte, doch haben seine Bewunderer eine Art der Huldigung des genialen Erfinders gefunden, die ihm sicherlich gefallen würde. Auf leisen Reifen schnurren nun zum fünften Mal in Folge die elektrisch betriebenen Autos über die Straßen Kroatiens, um sich einen lautlosen und dennoch aufregenden „Wettkampf“ zu liefern, der in dieser Art wohl einzigartig sein dürfte.
Die leiseste und sicherlich auch schönste Rallye führt Teilnehmer und Zuschauer durch Istrien und Nordkroatien und steuert sogar einige Inseln in der Adria an. Acht herrliche Tage lang fahren die Elektroautos der „Nikola Tesla EV Rally Croatia“ die kurvenreichen Küstenstraßen entlang, von Stadt zu Stadt, ins Hinterland sowie von Insel zu Insel. Die etwa 1.300 Kilometer lange Route beginnt in Rovinj in Istrien und führt durch großartige Landschaften, durch sechs Nationalparks und über insgesamt fünf Inseln, bevor man die kroatische Hauptstadt Zagreb als Ziel ins Visier nimmt.

In acht Tagen durchs kroatische Urlaubsparadies – die Etappen der Rallye

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Auch in diesem Jahr startet die Rallye in Rovinj, wo am 3. Juni der Startschuss zu diesem Autorennen mit besonderem Flair fallen wird. Das erste Rennen der Rallye findet im istrischen Hinterland statt; hier prüfen die Fahrer der kaum hörbaren, doch überaus leistungsstarken Autos in einem „Hochgeschwindigkeitsrennen“ auf einem stillgelegten Flugplatz die Belastbarkeit ihrer Nerven.
Am nächsten Tag fahren die etwa 60 Teilnehmer zuerst durchs malerische Istrien bis nach Buzet und dann zurück ans Meer, um mit der Fähre auf die Insel Cres überzusetzen. Die weitere Strecke führt zu den Inseln Losinj, Krk, Pag und wieder zurück aufs Festland nach Zadar.
Am siebten Tag der Rallye erreichen die „Rennfahrer“ Smiljan, die Geburtsstadt von Nikola Tesla. Weiter geht es zu den Plitvicer Seen, um die einzigartigen Wasserfälle zu bewundern, die sich in atemberaubenden Kaskaden in die smaragdgrünen Seen ergießen.
Am achten und letzten Tag der Rallye wird Zagreb zum Schauplatz des Geschehens. Hier findet dann die Siegerehrung statt, die den offiziellen Teil dieser Veranstaltung beendet. Die anschließende Feier dauert erfahrungsgemäß noch sehr lange und wird sehr fröhlich von allen Teilnehmern in vollen Zügen genossen.

Die „Nikola Tesla EV Rally Croatia“ steht ganz im Zeichen des Luxus und des Wohlbefindens ihrer Teilnehmer. Hier wird an nichts gespart, nur beste Qualität und gehobene Standards sind gerade gut genug. Wenn Sie Lust bekommen haben, selbst in einem Tesla an dieser abenteuerlichen Rallye teilzunehmen, können Sie sich einen flüsterleisen „Tiger“ mieten und damit durch Kroatien fahren. Ob es zur Anmeldung an der diesjährigen Rallye noch reicht, ist eher fraglich. Zumindest für das nächste Jahr sollte es jedoch möglich sein, selbst aktiv an diesem wohl schönsten „Rennen“ Europas am Steuer zu sitzen.

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