Wissenswertes über Kroatien – Skulpturenfestival

6 Juni 2018 AUTOR:

Von Delfinen, Drachen und anderen fantastischen Kreaturen – Skulpturenfestival im Sand von Lopar

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Vom 12. bis zum 18. Juni 2018 verwandelt sich der Paradiesstrand von Lopar in einen Tummelplatz fantastischer Geschöpfe, die eine große Gemeinsamkeit haben – sie sind alle aus Sand. Das Skulpturenfestival von Lopar ist weit über die Grenzen der Insel Rab hinaus bekannt und lockt alljährlich viele begeisterte Besucher und Bewunderer an einen der schönsten Strände Kroatiens.

Die Insel Rab bietet ihren Gästen eine Vielzahl an Attraktionen und Highlights. Angefangen mit der üppig gedeihenden Vegetation, die Rab zur grünsten Insel der Kvarner Bucht erhebt, gefolgt von den reizvollen mittelalterlichen Orten bis hin zu den einladenden Badestränden kann sich diese Insel in jeder Hinsicht sehen lassen. Rab gilt auch als Pionier in Sachen Freikörperkultur und rühmt sich, den ersten FKK-Strand Kroatiens und vielleicht auch von ganz Europa sein Eigen zu nennen.
Alljährlich im Juni kann Rab mit einem ganz besonderen Event aufwarten, das noch mehr staunende Strandbesucher auf die Insel lockt. Denn das Festival der Sandskulpturen in Lopar ist sehr viel mehr als eine beliebte Touristenattraktion.

Rab – kleine Insel mit großer Anziehungskraft

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Obwohl Rab nur 94 Quadratkilometer groß ist, gilt sie als die touristenreichste Insel der gesamten Kvarner Bucht. Während die meisten Insulaner in und um die Inselhauptstadt Rab leben, ist der ländliche Bereich relativ dünn und spärlich besiedelt. Früher lebten die Bewohner der Insel von Fischfang, Ackerbau, Viehzucht, Weinanbau und Handel. Doch heute ist die Haupteinnahmequelle auf Rab der Tourismus.
Insgesamt 22 Strände und Buchten, von denen viele mit wunderbar feinem Sand bedeckt sind, locken Jahr für Jahr viele Touristen auf die Insel, speziell nach Lopar, wo die Sandstranddichte am größten ist. Während der Sommersaison geht es auf Rab zuweilen dichtgedrängt zu, zumal die seichten Sandstrände ideale „Reviere“ für Familien mit kleinen Kindern sind, die hier nach Herzenslust planschen und toben können.
Aber auch die „Inselmetropole“ Rab lockt zahlreiche Besucher in ihre stark befestigten mittelalterlichen Straßen und Gassen, so dass auch hier im Sommer ein fröhliches Getümmel herrscht. Neben den altehrwürdigen Häusern und Gebäuden aus dem Mittelalter kann die Stadt noch mit sehr viel älteren Sehenswürdigkeiten aufwarten: Anhand von Ausgrabungen aus der Antike können Sie sich recht gut vorstellen, wie das Leben in Rab etwa zur Römerzeit ausgesehen haben könnte…
Eine Berühmtheit der Stadt geht auf das Jahr 1936 zurück, als König Edward VIII. an der Englischen Bucht entgegen seiner britischen Zurückhaltung alle Hüllen fallen ließ und damit quasi den Beginn des FKK-Zeitalters in Kroatien einläutete. Denn nicht von ungefähr gilt diese Insel als eines der beliebtesten Reiseziele für Anhänger des textilfreien Strandvergnügens.

Lopar – Sand, Strände und andere natürlichen Besonderheiten

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Viele kleine und große Badebuchten und vor allem der sogenannte Paradiesstrand erheben den zweitgrößten Ort der Insel zu einem Eldorado für wasserbegeisterte Urlauber jeden Alters. Entsprechend turbulent geht es in Lopar zu. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, findet sie etwas außerhalb in den zahlreichen Buchten, die mit dem Boot, auf dem Drahtesel oder einfach zu Fuß gut zu erreichen sind.
Als Kontrastprogramm zum Strandvergnügen bieten sich Wanderungen auf den geologischen und archäologischen Lehrpfaden rings um Lopar an. In geführten Wanderungen, die übrigens kostenlos sind, erhalten Sie interessante Einblicke in die erdgeschichtlichen Besonderheiten dieser Gegend und können dabei noch allerhand Antikes zu Gesicht bekommen.

Kunstvolle Kreationen für kurze Zeit – Festival der Sandskulpturen

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Alles ist vergänglich und nichts währt ewig – so könnte das Motto des Skulpturenfestivals in Lopar lauten. Leider, denn was Mitte Juni an wenigen Tagen am Paradiesstrand geschaffen wird, ist nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Im Sand dieses beliebten, weil wunderschönen Strandes von Lopar tummeln sich auch vom 12. Juni an einige Tage lang wieder seltsame, seltene und oft auch fantastische Kreaturen. In den vergangenen Jahren konnte man Schildkröten, Delfine, ja sogar Drachen sehen, die bewegungslos im Sand verharrten und sich geduldig betrachten und bestaunen ließen.
Es gibt sozusagen keine Grenzen, was man im Sand mit Sand formen und gestalten kann. Mit einer ordentlichen Menge Werkstoff, also Sand, einem Wasserschlauch und Hilfsmitteln wie Schaufeln, Spachteln oder einfach nur mit den Händen entstehen ebenso große wie großartige Skulpturen. Mit den ebenso einfachen wie archaischen Zutaten Sand und Wasser lässt sich herrlich arbeiten, denn beides ist in Hülle und Fülle vorhanden.
Sie können wählen, ob Sie selbst künstlerisch tätig werden und Ihr eigenes Kunstwerk modellieren möchten, oder ob Sie lieber die Zuschauerrolle einnehmen und das Entstehen der Sandskulpturen von der Strandliege aus mit kundigem Blick verfolgen wollen. Letzteres ist dann besonders reizvoll, wenn Sie in Echtzeit miterleben, wie sich ein beachtlicher Sandhaufen allmählich in eine Familie verwandelt, die mitten im Ballspiel am Strand quasi in den Sand gebannt wird. Oder Sie sehen zu, wie Molche, Kraken, Seesterne, behäbige Seehunde oder gar ein schlafender Löwe dem Sandberg erwachsen.
Wer im Sand kreativ tätig werden möchte, sollte unbekümmert ans Werk gehen und sich keine Gedanken wegen mangelnder Kunstfertigkeit oder fehlendem handwerklichen Geschick machen. Im Sand entstehen auch skurrile Figuren, wie sie von Kinderhänden entstanden sein könnten. Grob ausgeformte Menschen, die schlafend im Sand liegen und sich dabei wohlig den beachtlich proportionierten Bauch halten, lassen die Betrachter schmunzeln. Dann gibt es noch wohlgeformte Nixen mit tadelloser Figur und einer wahren Haarflut, die in großzügigen Locken und Wellen weit über den Strand fließt. Bei den Ehrfurcht gebietenden Männerskulpturen, die auf einem thronartigen Gebilde posieren, kann schon mal der Gedanke an eine antike Gottheit aufkommen. Die wallende Haarpracht auf dem Haupt und im Gesicht dieser Figuren nährt die Vorstellung, dass sich soeben Gott Poseidon oder Zeus selbst an den Paradiesstrand begeben haben könnte.

Und weil diese Kunstwerke so rasch vergänglich sind, werden die Skulpturen eifrig fotografiert und damit ein klein wenig für die Ewigkeit festgehalten und bewahrt. Selbstverständlich gibt es auch eine Siegerehrung für die originellsten und besten Skulpturen, deren Schöpfer dann mit Preisen ausgezeichnet werden. Ebenfalls belohnt werden die am besten gelungenen Fotografien von Zuschauern, Badegästen oder Fotografen, die eigens zu diesem Zweck nach Lopar gekommen sind.
Das Festival der Sandskulpturen in Lopar ist ein Ereignis, das den wohl schönsten Strand weit und breit für diese kurze Zeitspanne im Juni noch beliebter macht, als er ohnehin schon ist. Verlieren Sie keine Zeit und besuchen Sie das Festival der besonderen Art, denn lange werden sich diese mit Liebe gefertigten Schöpfungen ihre Schönheit leider nicht bewahren können.

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