Die Insel Rab, welche auch „die grüne Insel“ genannt wird, liegt in der nördlichen Adria, zwischen der Insel Krk
und der Insel Pag. Wenn man sie von der Küste des Festlandes aus betrachtet, ist sie komplett kahl. Diese kahle Ostseite der Insel ist nicht bewohnt und verdankt den Mangel an Vegetation der ehemaligen Abholzung und der Erosion, welche von den heftigen Bora-Stürmen, die von Osten her wüten, begünstigt wurde. Die andere Seite jedoch ist ganz anders, so dass man als Gast oftmals darüber erstaunt ist, welchen Kontrast die Insel in sich birgt. Die Insel hat eine Fläche von 93,6 km2 und ist 22 km lang.
Rab
besteht hauptsächlich aus Karstformationen, die zwei Bergrücken bilden. Im Nordosten der Insel Rab liegt Kamenjak (höchster Gipfel, 408 m), im Südwesten Kalifront (97 m). Im Nordosten der Insel Rab liegt die bekannte Halbinsel Lopar
mit ihrem lagunenartigen Sandstrand. Außer der Bucht von Lopar gibt es auf der insel Rab einige größere Buchten: Supetarska draga, Kamporska draga und Sveta Fumija.
Auf Rab sind die Winter mild und die Sommer warm, so dass Sie hier zu jeder Jahreszeit einen schönen Urlaub verbringen können, auch außerhalb der Badesaison, wenn die Insel und deren Einwohner nicht alles dem Tourismus unterordnen.
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Die Insel Rab zählt zu den sonnigsten Teilen Europas mit 2499 Sonnenstunden im Jahr. Die Wassertemperatur beträgt im Sommer bis zu 24 °C und im Winter bis zu 10 °C.
Die Karstgebiete der Insel Rab, besonders Kalifront, sind stellenweise mit Macchia und mediterranem Eichenwald bewachsen, auch Zedern, Maulbeerbäume und einige Kiefernarten kommen vor. Im Inselinneren werden Olivenbäume, Weinreben und Gemüse angebaut. Hier leben auch Fasane, Hasen, Wildkaninchen und Marder.
Außer der gleichnamigen Stadt Rab gibt es auf der Insel Rab 7 Orte: Lopar, Mundani, S. Draga, Kampor, Banjol, Palit
und Barbat.
Von der Insel Rab zum Festland bestehen Fährverbindungen (Jablanac–Misnjak und Baska-Lopar). In den Sommermonaten empfehlen wir aber auf jeden Fall die Fähre Jablanac-Misnjak, da die andere Linie über die Insel Krk sehr überfüllt ist und i.d.R. lange Wartezeiten erfordert.
Die Volkstracht der Insel Rab kann man heute nur noch selten sehen, von den Bräuchen wurden lediglich die Hochzeitsbräuche und Reigen beibehalten. Im Sommer werden weltberühmte Festspiele veranstaltet, bei denen mittelalterliche Gebräuche praktiziert werden und die Altstadt von Rab sich in eine Festmeile verwandelt. Wenn Sie zu dieser Zeit Ferien auf Rab machen, werden Sie ein unvergessliches Spekatkel erleben und daran teilnehmen können.
Die Insel Rab (in der Antike Arba, im Mittelalter Arbe, Arbia, Arbiana, Arbitana, Arbium); trägt ihren Namen seit dem 15. Jh.. In der Urgeschichte war die Insel vom illyrischen Stamm der Liburnen bevölkert. Zum ersten Mal wurde die Insel Rab 360 v. Chr. erwähnt. Die Römer haben sie im 2. Jh. v. Chr. Eingenommen und seit 155 v. Chr. war die Insel Rab eine römische Kolonie. Während der Herrschaft des Kaisers Augustus war die Stadt Rab bereits Munizipium, von einer Stadtmauer und Wehrtürmen umgeben. Die Römer haben auf der Insel Rab zahlreiche Landhäuser gebaut und Seefahrtsstationen errichtet. Nach der Völkerwanderung fiel die Insel Rab zunächst unter Byzanz. Vm 9. Jh. bis 1409 (mit kurzen Unterbrechungen) gehörte die Insel zu Kroatien. Danach stand sie bis 1797 unter venezianischer Vorherrschaft. In den Jahren 1449 und 1456 wütete die Pest auf der Insel, so dass die Einwohnerzahl einen erheblichen Rückfall erlebte. Nach kurzer österreichischer Herrschaft fiel die Insel 1805 zu den Illyrischen Provinzen Napoleons. Von 1814 bis 1918 gehörte sie zu Österreich, dann wurde sie von Italien besetzt. 1920 wurde die Insel Rab wieder an das Mutterland angeschlossen. Im April 1941 wurde sie von italienischen Truppen besetzt. Nach 1945 gehörte die Insel Rab wieder zu Kroatien.
Das Leben auf der Insel Rab stagnierte bis zum Anfang des 20. Jh., als der Aufschwung des Tourismus erfolgte.
Wichtigere Häfen, Yachthäfen und Anlegestellen auf der Insel Rab sind: Rab (Hafen und Jachthafen ACI), Sveta Mara, Kamporska draga, Supetrska draga, Supetarska draga (Yachthafen ACI) und Lopar.
Quelle: kroat. Zentrale für Tourismus (HTZ)
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