Reiseführer Kroatien
Kroatien Reiselexikon
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ADRIA - KROATIEN
Die Adria erhielt ihren Namen nach dem
ehemaligen, gleichnamigen Hafen der Stadt Adria. Sie umfasst das Gebiet zwischen der Balkan- und der Apenninenhalbinsel und ist vor allem
beim Kroatien Urlaub ein beliebtes Ziel.
Der zur Republik Kroatien gehörende Teil ist das Gebiet der Ostküste, die sich von Prevlaka im Süden bis zum Kap Savudrija im Westen
erstreckt, einschließlich der großen und kleinen Inseln und Riffe, die der Küste vorgelagert sind sowie des Archipels Palagruza gibt es über
1700 große und kleine Inseln und Riffe. Dieses Gebiet ist einzigartig in Europa, sowohl für Kreuzfahrten mit Motor- , Gleit- oder Segelbooten
als auch für die Erkundung der Unterwasserwelt.
Hydrographische und ozeanographische Daten
Tiefen - Die Adria ist an der Küste von Istrien am seichtesten, dort ist
sie nicht einmal 50 Meter tief. Ab Pula senkt sich der Meeresboden
langsam und bildet eine lange, enge Senke, Jabucka kotlina (Becken von Jabuka) genannt, die sich von der Insel Zirje in Richtung
Italien erstreckt. Hier ist die tiefste Stelle ca. 240 Meter. Vom
Becken Jabucka kotlina aus erhebt sich der Meeresboden bis zum Palagruski prag (Schwelle von Palagruza), wo der tiefste Punkt 130 Meter
beträgt. Nach Süden hin fällt der Boden steil in Richtung des Südadriatischen Beckens, wo die größte gemessene Tiefe um die 1300 Meter
beträgt.
Gezeiten - In der Adria haben Flut und Ebbe relativ kleine Schwankungen. Im südlichen Teil beträgt der Unterschied selten über
40 Zentimeter, während er im nördlichen Teil etwas höher ist. In Istrien und in der Triester Bucht kann er bis zu einem Meter erreichen. In
einzelnen engen Golfen und Buchten kann die Flut während eines lang anhaltenden Südwindes erheblich ansteigen. Diese Erscheinung ist
für die großen und tiefen Buchten der Südadria charakteristisch. Die Gezeiten sind unterschiedlicher Natur, das heißt, dass sie bei Neu- und
Vollmond dem halbtägigen Rhythmus, und während des ersten und des letzten Mondviertels dem täglichen Rhythmus folgen.
Die Schwankungen der Gezeiten sind sehr unregelmäßig.Meeresströmungen entstehen unter Einfluss der Winde, der Druck- und
Temperaturunterschiede sowie des unterschiedlichen Salzgehalts.
Strömungen - Hinsichtlich der Richtung können sie horizontal oder vertikal verlaufen. Es gibt auch Tiefseeströmungen, die als
Folge der Bewegung der Wassermassen aus wärmeren in kältere Gebiete auftreten, wobei sich die obere Wasserschicht abkühlt und in
Richtung Meeresgrund absinkt.In der Adria sind Meeresströmungen relativ schwach ausgeprägt. Die Geschwindigkeit der Strömungen
ändert sich in bestimmten Gebieten und hängt auch von den Jahreszeit ab. Die mittlere Geschwindigkeit der Strömungen beträgt ca
0,5 Knoten, die Geschwindigkeit kann aber auch bis zu 4 Knoten erreichen.
Salzgehalt - Die Gesamtmenge von Salz, die in einem Kilogramm Meerwasser enthalten ist, wird Salzgehalt genannt und
gewöhnlich in Gramm oder in Promille ausgedrückt. Der Salzgehalt der Adria beträgt durchschnittlich 38,3 Promille, d.h. in 1 Kg
Wasser sind 38,3 Gramm Salz enthalten. Im nördlichen Teil ist der Salzgehalt etwas geringer als im mittleren oder südlichen Teil,
weil dort der Po in die Adria mündet.
Meerestemperatur - Das Adriatische Meer weist eine ausgeprägte jährliche Änderung der Oberflächentemperatur aus. Die mittlere
Jahrestemperatur beträgt 11 °C. Im Winter ist das Meer am kältesten, und die Oberflächentemperatur beträgt um die 7 °C, sehr selten sinkt
sie noch weiter. Im Frühling fängt das Meer an sich zu erwärmen und die Oberflächentemperatur steigt bis 18 °C. Im Sommer, wenn die
Erwärmung am stärksten ist, steigt die Temperatur an der Meeresoberfläche von 22 bis zu 25 °C und in der südlichen Adria und in Istrien
bis 27 °C. In der Adria kann man Termoklinen, d.h. Grenzflächen zwischen dem warmen Oberflächenwasser und kaltem Tiefenwasser, sehr
gut unterscheiden. Die Termoklinen sind am deutlichsten im Sommer zu beobachten, während es im Winter zur Erscheinung der Isothermie
kommt, bzw. des Temperaturausgleichs zwischen dem Oberflächen- und Tiefenwasser. Im Sommer kann man die erste Termokline in einer
Tiefe von 3 bis 5 Metern beobachten, die nächste bei 12 Metern. Dann folgt ein Sprung auf 18 Meter, während unterhalb von 30 Metern die
Temperatur während des ganzen Jahres im großen und ganzen konstant bleibt.
Wellen - Wellen enstehen in erster Linie als Folge der Windstärke. Je größer die Reichweite, bzw. je größer die Fläche ist, über
die der Wind bläst, desto größer werden auch die Wellen. Ihre Stärke hängt von der Gestalt der Küste ab und dementsprechend davon, wie
die Küste ihnen ausgesetzt ist. Auf diese Weise wird die Vermengung der oberen Meeresschicht mit dem Wasser aus der Tiefe ermöglicht,
und es erfolgt ein Austausch der Gase zwischen der Atmosphäre und dem Meer. Wir unterscheiden Berg und Tal bei einer Welle. Die Länge
einer Welle ist die Entfernung zwischen zwei Tälern. Die normale Wellenhöhe in der Adria liegt zwischen 0,5 und 1,5 Metern. Wellen über 5
Meter sind ganz selten.
Meteorologische Daten
Klima - Das Klima am Adriatischen Meer ist typisch mediterran, mit milden regnerischen Wintern, und heißen, trockenen
Sommern. Die Lufttemperatur wechselt abhängig von dem Gebiet. So werden die Sommertemperaturen im Juli im nördlichen Teil um
die 34 °C sein, während sie im südlichen Teil bis zu 38 °C steigen werden. Im Winter sind die kältesten Temperaturen (bis - 16 °C) im Gebiet
der nördlichen Adria gemessen worden, während im südlichen Teil nie -6 oC unterschritten wurden.
Winde - An der Adria wehen am häufigsten Bora, Jugo (Südwind) und Maestral (Nordwestwind).
Bora - Bora ist ein trockener, kalter Fallwind, der stoßweise aus Nord-Nordost in Richtung Ost-Nordost bläst. Die Windrichtung
wird am meisten von der Gestalt der Küste beeinflusst. Die Heftigkeit des Bora wird durch das gleichzeitige Auftreten der warmen Luft über
der Meeresoberfläche und der kalten Luftschicht über den Gebirgsketten auf dem Küstenland erklärt, die starke Luftströmungen verursachen,
um den Druckausgleich zu erreichen. Der Bora bläst vorwiegend im Winter. Im Sommer dauert er einen Tag oder einige Stunden, während er
im Winter bis zu 14 Tagen andauern kann.
Jugo - Jugo (Südwind), auch Schiroccoo genannt, ist ein warmer und feuchter Wind, der von Ost - Südost nach Süd - Südwest bläst.
Die Folge sind hohe Wellen und Regen. Der Jugo ist für die Südadria charakteristisch, wo er länger und heftiger bläst als im nördlichen Teil.
Im Sommer weht er bis zu drei Tagen, und im Winter sogar bis zu drei Wochen. Die Vorzeichen des Jugos sind die Windstille am Meer, die
schwachen Wechselwinde, der trübe Horizont, der Temperatur- und Feuchtigkeitsanstieg, sowie der allmähliche Luftdruckabfall. Die Wellen
aus südöstlicher Richtung werden immer größer.
Maestral - (Nordwestwind) Maestral, auch maestral oder smorac genannt, ist ein termischer Tageswind, der aus Richtung Nordwest
bläst und als Folge des Unterschieds in der Erwärmungsgeschwindigkeit des Festlandes und des Meeres entsteht. Er ist vom Frühling bis
Herbst aktiv und wechselt innerhalb eines Tages mehrmals die Richung. An der Südadria ist der Maestral ausgeprägter als an der Nordadria
und fängt auch früher zu blasen an.
Burin - (leichte Bora) Burin ist ein Wind, der entgegengesetzt zum Maestral bläst. Er bläst nachts, hauptsächlich aus Richtung
Nord oder Nordost an der Nordadria, und von Ost oder Südost an der Südadria. Am stärksten ist er vor dem Morgengrauen aber bald darauf
legt er sich.
Wetterdaten - Die Wetterprognosen werden vom Staatlichen Hydrometeorologischen Institut erstellt, und sie können auf der
UKW-Frequenz der Küstenradiosender und Hafenämter verfolgt werden. Sie werden auch auf den FM-Sendern entweder am Ende der
Nachrichten oder im Rahmen verschiedener Sendungen für Seefahrer ausgestrahlt. Die Hafenämter senden ununterbrochen Wetterberichte
und Warnungen in vier Sprachen auf ihren eigenen UKW-Kanälen.
In allen Jachthäfen und Hafenamtzweigstellen ist es möglich, die Berichte über die augenblickliche Wettersituation und die Wetterprognosen
zu bekommen.
Der Hörfunk- und Kommunikationsdienst - Die ganze kroatische Küste ist ziemlich gut mit Radiokommunikation ausgestattet.
Der Radiodienst zum Schutz von Menschenleben und für die Sicherheit der Seefahrt wird aus Split betrieben, mittels der Radiosender
Radio-Split und Radio-Dubrovnik, die für die Südadria zuständig sind, und Radio-Rijeka, das für den nördlichen Teil der Adria zuständig ist.
Nach den Standards des GMDSS Systems (Global Maritime Distress and Safety System) ist der Kanal der automatisierten Annahme von
digitalen Notrufen der Kanal 70, danach wird die Kommunikation auf den Arbeitskanal des Küstenamtes, bzw. des Hafenamtes (16 oder 10)
übertragen. Das GMDSS System wird seit dem 1. Februar 1999 verwendet, aber auf dem bisherigen UKW-Kanal für die Notrufe, dem Kanal
16, wird das ununterbrochene Abhören für einige Zeit weiterhin möglich sein. Für den direkten Ruf an die Hafenämter benutzt man Kanal 10.
Schutz der Adria
Neben dem reichen Kulturerbe zeichnet sich das Adriatische Meer durch mannigfaltige Naturwerte und -Attraktionen aus. Die Natur
genießt nach der Verfassung der Republik Kroatien einen besonderen Schutz. Die für den Naturschutz zuständige staatliche Körperschaft
ist die Staatliche Naturschutzverwaltung.
Das Gebiet des Küstenlandes nimmt eine Sonderstellung ein. Es wird eine systematische Umweltschutzpolitik durch entsprechende
Raumplanung und Verwaltung im Einklang mit einer kontrollierten Entwicklung betrieben.
Ständige biologische, ökologische, chemische und physikalische Untersuchungen in der Adria werden von den Meeresforschungsinstituten
in Rovinj, Split und Dubrovnik durchgeführt.
Die Kroatische biologische Gesellschaft und die Kroatische ökologische Gesellschaft führen Projekte zur Erforschung der Adria und ihrer
Unterwasserwelt durch und unterstützen sie. Dazu gehören das Forschungsprojekt über den Tümmler (in Zusammenarbeit mit dem
Tethy-Institut aus Mailand), und die Gruppe des Mediterranen Seebären (Bärenrobbe)", welche die Lebensräume erforscht, in denen
einst dieses Meeressäugertiere gelebt hat; des Weiteren gibt es die Bewegung der Naturfreunde "Lijepa nasa", die unter anderen an
den Projekten "Plava zastava" (Blaue Fahne), "Zelena zastava" (Grüne Fahne) und Öko-Schule arbeitet und deren Hauptziel die Ausbildung
jüngerer Generationen ist. Dies sind nur einige der Gesellschaften, die sich mit der Verbreitung des ökologischen Bewusstseins beschäftigen.
Eine lebendige Unterwasserwelt
In der Adria leben zahlreiche Tier- und Pflanzenorganismen. Man unterscheidet zwischen zwei Lebensräumen, dem Pelagial und dem
Benthos. Im Pelagial oder im freien Wasser des Meeres leben zwei große Gruppen von Organismen: das Plankton, d.h. alle im Wasser
schwebenden Organismen und das Nekton oder das Schwimmende, wozu alle Organismen gehören, die sich im Wasser aktiv bewegen
können.
Zum Benthos, d.h. zum Leben auf dem Meeresboden, zählen alle anderen Organismen, die ständig oder vorübergehend an den Meeresboden
gebunden sind. Im Wasserquerschnitt unterscheiden wir zwischen Zonen oder "Stufen" mit bestimmten Merkmalen:
Das Supralitoral stellt die Zone dar, die der Meeresgischt ausgesetzt ist. Das Mediolitoral ist die Gezeitenzone. Danach folgt das Infralitoral
oder die Zone der photophyllen Algen und Seegräser die in der Adria von der Ebbegrenze bis zu einer Tiefe von 35 bis 60 Metern reicht.
Das Abisal reicht von 50 bis 200 Metern Tiefe.
Das Hadal oder die Tiefseezone umfasst einen Raum, der tiefer als 200 Meter ist. Das Abisal ist nur im südlichen Teil des adriatischen
Meeres und im Jabucka-Becken (Jabucka kotlina) vorhanden, und das Hadal gibt es in der Adria nicht.
Im Supralitoral der Adria leben Rankenfüßer, und im Mediolitoral z.B. die endemische Alge Mittelmeerfucus, sowie die Pferdeaktinie und
Wachsrose. In der Zone des Infralitorals, die den größten Teil umfasst, leben die meisten Algenarten, verschiedene Korallenarten, Moostiere,
sowie verschiedene Fischarten wie zum Beispiel Brasse, Ringelbrasse, Meergrundel, Goldstriem, Meerjunker und viele andere.
Die Adria - ein Ökoreiseziel
Die Qualität des Adriatischen Meeres ist besonders gut erhalten. Die Ergebnisse, die durch die ständige Kontrolle der Meerwasserqualität
an mehr als 800 Stränden erhalten wurden, entsprechen den strengsten Kriterien. Außer der Sauberkeit des Meerwassers ist die biologische
und landschaftliche Eigentümlichkeit ein wichtiges Merkmal des Küstenlandes, was sich aus der Zahl der Pflanzen- und Tierarten und der
großen Anzahl Endemiten schließen lässt. (z.B. Grottenolm - proteus anguinus, Eidechse).
Um diesen Naturreichtum zu bewahren und zu beschützen, wurde eine Liste der endemischen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten,
das sogenannte Rote Buch, verfasst.
In Kroatien wird eine ganze Reihe von Projekten durchgeführt, die von Regierungsinstitutionen oder Bürgerverbänden iniziert wurden, um
das Natur-und Kulturerbe zu bewahren und es zu bewerten. Ein solches Projekte ist die "Blaue Fahne". 2001 begann man mit dem
Projekt des Grünen Schlüssels , das die Verbesserung der Umgebung von Hotels, Motels, Studentenwohnheimen, Campingplätzen
und anderen Unterkünften zum Ziel hat, um deren touristische Angebote zu modernisieren.
Ein anderes Projekt ist die Öko-Siedlung "Zelena laguna" in Porec,
wo man der Umwelt besondere Aufmerksamkeit widmet. Innerhalb dieser Siedlung befinden sich auch Olivenhaine und Obstgärten sowie ein
Pferdestall.
Im Laufe des Jahres werden auch in Kroatien einige Gedenktage begangen wie z.B.
- Der Internationale Tag des Gewässerschutzes
- Der Welttag der Meterologie
- Der Tag des Planeten Erde
- Der Tag der Delphine
- Der Welttag des Umweltschutzes
- Der Tag der Sonne.
Außer dem Naturerbe wird der Bewahrung des Kulturerbes, der Volkstrachten und Bräuche eine große Bedeutung beigemessen. Um die
Touristen mit den lokalen Bräuchen bekannt zu machen, werden während des Sommers in den meisten Küstenstädten entsprechende
Veranstaltungen organisiert, wie z.B. das traditionelle Eselrennen, das jedes Jahr in Tribunj, Makarska, stattfindet, dann die Moreska, ein
Ritterspiel, das auf der Insel Korcula aufgeführt wird
Kroatien ist bezüglich der Luft, der Binnen- und Meeresgewässer nicht nur ein ökologisch bewahrtes Gebiet, sondern darüber hinaus ein
höchst sicheres Gebiet, in dem sich jeder angenehm und willkommen fühlen kann.
Inseln der Adria
Kroatien ist in der Tat ein Land der Inseln. Es gibt ihrer mehr als Tausend.
Jede ist anders. Nur einige sind besiedelt. Aber jede, wirklich
jede, ist etwas besonderes. Jede hat ihre eigene Geschichte und ihr eigenes Schicksal. Es ist menschlich, eine Schwäche zu haben.
Gute Kenner der kroatischen Inseln haben Tausende Schwächen. Genauer: 1185. So viele große und kleine Inseln und Riffe gibt es
nämlich, die der 1777 Kilometer langen Festlandküste des Adriatischen Meeres vorgelagert sind.
Nur die erste Reise an die kroatische Adria und auf ihre Inseln wird eine Reise ins Unbekannte sein. Jede nächste wird eine Reise in die
schon bekannte Schönheit - immer wieder anders, aber immer schön. Unseren Bericht über die Inseln werden wir mit dem Archipel Brijuni
beginnen, dessen vierzehn Inseln sich auf einer Länge von sieben Kilometern zwischen
Pula und
Rovinj erstrecken. Mit kleiner Hilfe hat die
Natur ein wahres Paradies geschaffen, ein Einklang von Flora und Fauna, historischen Denkmäler und modernen
Hotels. Auf den
Brijuni-Inseln finden Sie Schatten unter üppigen immergrünen Gewächsen. Fasane, Hirsche und Rehe bewegen sich ungestört auf
der ganzen Insel. Sie bieten die Ruhe und Stille der Stabala crnika, der hundertjährigen Olivenhaine.
Das goldene oder grüne Krk ist eine Insel und doch wieder nicht. Auf jeden Fall ist sie mit ihrer idyllischen Natur eine stille Oase und
ganz weit vom Alltag entfernt, allerdings nicht bezüglich der Verkehrsverbindungen. Plavnik, das auch einen Flughafen hat, ist durch
das Meer vom Festland getrennt, aber durch die Brücke wieder mit ihm verbunden. Wenn Sie möchten, werden Sie Krk als Ihre Insel
entdecken. Die kleinen Inseln Plavnik, Kormat, Galun, Prvic und Zec sind besondere Ausflugsziele, die eine von menschlicher Hand
unberührte Natur bieten. Lebendigkeit und vielfältige Dienstleistungen werden Sie in den Inselstädten Baska, Malinska, Omisalj, Njivice,
Krk und Punat finden. Die letztere verfügt über den größten Jachthafen an der kroatischer Adriaküste.
Cres und Losinj. Sind es eine oder zwei Inseln? Einst waren sie verbunden, bis die Römer einen Kanal gruben und sie so trennten.
Der Nordteil von Cres zieht sich weit in die Bucht von Rijeka hinein und ist den starken Stürmen der Bora ausgesetzt, so daß seine
Gipfel manchmal weiß werden. Der Südteil ist vor der Bora geschützt, weswegen dort ein ausgeprägt mediterranes Klima herrscht.
In den alten Stadtkern der Stadt Cres, die das Zentrum der gleichnamigen Insel ist, gelangt man durch drei Tore. Die Geschichte ist auf
Schritt und Tritt sichtbar. Davon zeugen die Denkmäler. Über die Menschen - ihren Status und ihre Berufe berichten die Familienwappen
über den Portalen der Häuser sowie die eingemeißelten Werkzeuge: Schmiede- oder Zimmermannwerkzeuge an den Häusern der
Handwerker und Fische an den Türen der Fischershütten.Das Klima auf Losinj ist sehr angenehm. Weil es mit Wald bedeckt ist,
ist es zugleich ein Erholungs- und Kurort.
Von den 1185 entlang der Adriaküste verstreuten Inseln und Riffe, die aus spitzem Stein und hier und da einer handvoll Erde bestehen,
stellt die Insel Susak eine Ausnahme dar, denn die Natur schuf sie aus Sand, wovon es 20 Mill. Rm gibt. Er verleiht dem Susaker Wein
ein besonderes Aroma.
Die nächste in der Reihe der Kvarner-Inseln ist Rab. Mitte 1889 ernannte der damalige Stadtrat die Stadt Rab zum Seebad und Kurort.
Für eine besondere touristische Anregung sorgte der britische König Edward VIII auf der Insel Rab. Man sagt, dass er als Erster auf der
Insel unbekleidet gebadet habe, als er mit seiner Auserwählten, der Amerikanerin Wallis Simpson, dort weilte. So wurde auf Rab der
Nudismus (FKK) gegründet.
Rab ist eine ständige Vegetationsausstellung und eine der waldreichsten Inseln mit sogar 300 Wasserquellen.
Pag ist die Insel mythischer Olivenhaine, die Insel, auf der Meersalz gewonnen wird, die für ihre Spitzen (Paska cipka/Pager Spitze)
bekannt ist. Außerdem rühmt man weithin ihre Delikatessen: den Pager Käse, der aus Schafsmilch hergestellt wird, das Olivenöl und
braucht es noch mehr? Vielleicht noch dies: Ein Teil von Pag erinnert mit seinem eigentümlichen Relief an eine Mondlandschaft.
Wenden wir uns den mitteladriatischen Insel Olib, Silba, Ist, Premuda, Vir, Dugi Otok, Lovrada and Pasman zu. Die Zivilisationszwänge
und alltäglichen Probleme haben Sie hinter sich gelassen. Vor sich haben Sie nur unberührte Natur. Diese Inseln werden Sie bezaubern,
stärken und bereichern. Sie werden sie mit offenen Augen träumen.
Silba ist eine Insel und ein Ort der Schiffseigner und Kapitäne sowie alter Kapitänshäuser und windgeschützter Häfen. Ist - die Insel der
Fischer und Seeleute, die den Nautikern als eine sichere Zuflucht wohl bekannt ist.
Die Insel Ugljan ist ein "Vorort" und Garten der Stadt Zadar. Sie erhielt ihren Namen aufgrund ihres Olivenölreichtums. Auf der Insel
gibt es mehr als 100.000 Olivenbäume.
Die nahe gelegene Insel Pasman ist eigentlich mit der Insel Ugljan verwachsen. Echte Zwillinge, wobei Pasman ein wenig stiller ist.
Das Aussehen der beiden ist gleich schön: Sie sind mit silbergrünen Olivenhainen bedeckt.
Diese zwei Perlen verschließen die Aussicht der Stadt Biograd, des geografischen Zentrums der Adria mit starkem, nautischem
Zentrum.
Zwischen Ugljan und Dugi Otok liegt Insel Iz, gleichviel bekannt dafür, was sie hat und was sie nicht hat. Sie hat eine üppige
mediterrane Pflanzenwelt. Sie hat keinen Autosverkehr. Eine Erholung in bewahrten Natur bietet die Insel Dugiotok an, die eine
Fläche von 114 Quadratkilometern hat. Es gibt dort Fischer und Bauern, wunderschöne einsame Strände und touristische
Einrichtungen.
Auf ihr befindet sich die Bucht Telascica, der größte Naturhafen der Adriainseln, dann ein Naturpark mit einem Lebensraum für Mufflons.
Die waldbedeckte nordwestliche Küste hat viele weite Buchten und herrliche Strände sowie einen 41 Meter hohen Leuchtturm, in dessen
Mörtel während des Leuchtturmbaus im Jahre 1949 außer den Kieselsteinen vom nahen Strand 100.000 Eigelbe untergemischt wurden,
was dazu beigetragen hat, dass weder Sonne noch Meer seiner Schönheit etwas anhaben konnten.
Der Legende nach sind die Kornati ein Labyrinth aus Meerengen und Inseln, entstanden aus einer Handvoll Felsen, die Gott übrig geblieben
waren, nachdem er die Welt erschaffen hatte. Er warf sie ins Meer, drehte sich um, betrachtete sein Werk und kam zu dem Schluß, dass
es nichts zu verbessern gibt.
"Die Götter wollten ihr Werk krönen und schufen am letzten Tag die Kornati aus Tränen, Sternen und Atem", sagte der berühmte Georg
Bernard Shaw über diesen gegliedertsten Archipel der Adria und des Mittelmeeres, der insgesamt 140 große, und kleine Inseln und Riffe
umfasst. Auf den Inseln gibt es eine Reihe von Fischersiedlungen und Häusern, die zeitweilig bewohnt sind. Wegen des Fischreichtums
sind sie oft das Ziel von Sportfischern. Für Nautiker, für die die Kornati besonders anziehend sind, wurden die Nautikzentren Zut und
Piskera gegründet.
In der Reihe der Inseln ist die malerische Insel Murter mit einer Fläche von 18 Quadratkilometern bedeutend. Sie ist mit dem Festland
durch eine zwölf Meter lange Zugbrücke verbunden. Es ist die Insel der Fischer, Olivenzüchter und Schiffbauer in den Siedlungen
Hramina, Betina, Tisno und Jezera.
Die in der Nähe der touristischen Perle Vodice gelegene Insel Prvic , ist eine Oase mediterraner Flora und Fauna. Südwestlich von Sibenik
liegt die Insel Zlarin, die bereits seit dem 15. Jahrhundert für ihre Korallen und Schwämme bekannt ist, denen das dortige Museum gewidmet
wurde.
Westlich von Zlarin befindet sich die unter dem Namen "Insel der Jugend" bekannte Insel Obonjan. Unweit davon liegt auch die Insel
Kaprije, die ihren Namen nach der mediterranen Pflanze Kaper erhielt, derer Knospen als Gewürze verwendet werden. Wegen der
vielen Buchten und schönen Strände wird sie von zahlreichen Jachten angelaufen.
Zirje ist die entfernteste besiedelte Insel innerhalb des Sibeniker Archipels, die über guten Fischgründe und viele, für Nautiker günstige
Buchten verfügt. Krapanj ist die kleinste und niedrigste, jedoch am dichtesten besiedelte Insel des Archipels mit einer Fläche von nur
0,36 Quadratkilometer und einer Höhe von sieben Metern.
Gegenüber von Split, einer Stadt von ungewöhnlicher Harmonie und außerordentlichen kulturgeschichtlichen Werten, mit Flug- und
Seehafen,liegt die Insel Brac, die höchste, und drittgrößte Insel in der Adria. Sie ist mit dichten Kiefernwäldern, Weingärten und
Olivenhainen bedeckt. Der bekannte weiße Stein von Brac wurde weltweit für viele bedeutende Gebäude verwendet (z.B. für das
Weiße Haus in Washington). An der reich gegliederten Küste von Brac werden Sie zahlreiche Buchten, Sand- und Kieselstrände
genießen können. Die Emotionen erreichen ihren Höhepunkt in Bol, dem größten touristischen Ort im südlichen Teil der Insel mit
wunderschönen Stränden, worunter der Strand Zlatni rat der interessanteste ist. Je nach Wind- und Wellenrichtung verändert dieses
Kieselsteinkap seine Lage, sich bald zur einen und bald zur anderen Seite hin bewegend.
Sie werden zugeben, dass dies der einzige Strand ist, von dem Ihnen bekannt ist, dass er Tag für Tag seine Form ändert. Auf Brac
gibt es viele Bade- und Urlaubsorte: Postire, Milna, Supetar
Südlich von Brac befindet sich Hvar, die längste Insel der Adria. Die Insel der Weingärten, Olivenhaine und der Lavendelfelder. Die Insel
des klaren kobaltblauen Meeres, zahlreicher Quellen und der größten Sonnestundenzahl. Eine harmonische Einheit bilden die
Steinhäusern entlang der beiden Küsten Stari grads auf der Insel Hvar, die durch etliche kleine Brücken miteinander verbunden
sind; in Vrboska gibt es ein an der Adria einzigartiges Fischereimuseum .
Zweifellos ist Hvar eine besondere Insel, ein ebenso angenehmer Sommer-und Winterkurort, der wegen des milden Winterklimas und
der üppigen subtropischen Gewächse.
Besonders interessant sind die kleinen, teilweise bewaldeten Pakleni otoci (Pakleni otoci) mit vorwiegend FKK-Kiesel- und Sandstränden
und einem für den Unterwasserfischfang günstigen, felsigen Meeresboden. Sie sind ein bekannter Treffpunkt der Nautiker.
Gegenüber Split liegt die kleine Insel Solta mit ihrem spärlichen Bewuchs und einer steilen und reich gegliederten Küste. Haupthafen
und Ankerplatz für kleine Schiffe ist Maslinica.
Weit vom Festland und seinen Sorgen entfernt liegt die palmenreiche Insel Vis, bekannt für ihre Fischer und Seeleute, eine schöne
Natur und ein vielfältiges touristisches Angebot.
Südwestlich davon befindet sich die Insel Bisevo mit einer Fläche von sechs Quadratkilometern. An den steilen Küsten gibt es viele
Höhlen, worunter die "Blaue Grotte (Modra spilja) die interessanteste ist. Sie hat einen über- und unterseeischen Eingang. Wenn das
Wasser still ist, bricht sich das Licht, so dass die Gegenstände und Personen in der Höhle in blaue Farbe getaucht sind und diejenigen
im Wasser silbern schillern.
Zum Vis-Archipel gehören auch die Insel Svetac (Sveti Andrija), Jabuka, Brusnik und die Inselgruppe Palagruza. Obgleich "amtlich"
eine Halbinsel, ist Peljesac als Insel von Korcula durch einen schmalen Kanal getrennt. Die malerischen Städte Ston und Mali Ston
sind nach Dubrovnik die wichtigsten und befestigsten Orte der Dubrovniker Republik. Die Austern aus der Bucht Mali Ston und die
renommierten Weine Postup und Dingac sind weithin bekannt.
Man sagt, dass Korcula eine Insel mit den meisten Legenden und Denkmälern und, neben Lokrum und Mljet die waldreichste kroatische
Insel ist. Ende des 13. Jahrhunderts wurde in der Nähe von Korcula eine Seeschlacht zwischen Venedig und Genua geführt, an der auch
Marco Polo, der berühmte Reisende und große Reiseschriftsteller, von dem man annimmt, dass er auf der Insel Korcula geboren wurde,
auf venezianischer Seite teilgenommen hat.
Es ist die Insel der bekannten Orte wie Korcula, Lumbarda und Vela Luka und des vom Ende des 15. Jahrhunderts datierenden
Ritterspiels "Moreska" sowie berühmter Steinmetze, Seeleute und Schiffsbauer.
Weit draußen auf hoher See befindet sich die Insel Lastovo mit einer Fläche von 50 Quadratkilometern, einer gegliederten Küste mit
Kiesel- und Sandstränden und ein paar kleinen der West- und Ostküste vorgelagerten Inseln. Die Häuser auf Lastovo wurden stufenweise
übereinander gebaut, weil jedes ein Recht auf seinen Teil der Sonne, Luft und Aussicht hatte.
Parallel zur Insel Peljesac liegt die waldbedeckte Insel Mljet mit einer Fläche von 100 Quadratkilometern. Wegen der alten dichten
Wälder aus Alpenkiefern und Pinien, der Karsthöhlen, der zwei malerischen, mit dem Meer verbundenen Seen, der zahlreichen
Sand- und Kieselstrände und der reichen Fisch- und Hummergründe, wurde der westliche Teil der Insel zum Nationalpark ernannt.
Kaum jemand wird die Farbe des Adriatischen Meeres bestimmen können: manchmal dunkelblau, ein anderes Mal grünblau. Es ändert
sich ständig und schillert je nach Jahreszeit und dem Winkel der Sonnenstrahlen - in tausend Nuancen. Doch es ist immer schön.
Und einmalig. Von 1185 Inseln und Riffe ist eine sicherlich wie geschaffen für Sie. Kommen Sie zu uns und wählen Sie sie aus.
AUSZEICHNUNGEN KROATIEN
Die amerikanische Zeitschrift National Geographic Adventure erklärte Kroatien zur Destination of the Year 2006 - Reiseziel des Jahres 2006 . Im
Jahre 2005 wurden alle Mitarbeiter der Redaktion befragt, um zu bestimmen, welche Reiseziele man im nächsten Jahr besucht haben sollte.
Reisen
nach Kroatien kamen auf den ersten Platz, insbesondere wollten viele der Mitarbeiter die Inselgruppe der Kornaten besuchen. Dieses Ranking der
renommierten amerikanischen Reisezeitschrift zeigt, dass sich Kroatien auch jenseits von Europa wachsender Beliebtheit erfreut, dennoch
keinesfalls als überlaufen bezeichnet werden kann, da die lange Küstenlinie und die vielen entlegenen Inseln dem Erholungssuchenden ausreichend
Platz bieten.
Eine weitere Auszeichnung erhielt Kroatien im Jahr 2005 von französischen Angestellten im Tourismus die Auszeichnung zum "Voyage d'Or PRO
Destination de l'Annee", dem Goldenen Reiseziel des Jahres 2005 . Kroatien erfreut sich demnach auch in Frankreich wachsender Beliebtheit und
die Zahl der französischen Touristen nahm in den letzten Jahren gar um 70 Prozent zu.
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