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Kroatien Reiselexikon

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Geschichte - Kroatien vom Anfang bis heute

Die Vergangenheit von Kroatien wurde ganz entscheidend von der geographischen Lage des Landes geprägt. Die Balkanhalbinsel war seit jeher Nahtstelle zwischen Orient und Okzident sowie den verschiedenen Einflüssen, die diesen beiden kulturellen "Universen" zu Eigen sind. Da der Balkan immer schon als Transfergebiet verschiedener Volksgruppen fungierte, war es unvermeidbar, dass sich diese ethnischen Hinterlassenschaften mit den einheimischen Sitten und Gebräuchen vermischten und damit mit der kroatischen Kultur untrennbar verbunden sind.

Die ersten Siedler ließen sich in Kroatien bereits in der Jungsteinzeit nieder. Etwa seit dem sechsten Jahrtausend v. Chr. betrieben die Menschen entlang der Adriaküste Tierzucht und zeigten die ersten Ansätze zum Ackerbau. Ein bedeutendes Relikt aus dieser Zeit wurde in der Gegend von Sibenik gefunden und zeigt ein Segelschiff, das als erstes seiner Art gilt.

Etwa ab 1000 v. Chr. siedelten sich die aus Nordeuropa stammenden Illyrer entlang der kroatischen Küste an. Rund 200 Jahre später gelangten Griechen auf der Suche nach neuen Handelsplätzen an die Adriaküste und verdrängten die Illyrer ins Landesinnere. Die illyrischen Volksstämme sahen dem griechischen Expansionsdrang nicht tatenlos zu und brachten ihnen durch Seeräuberei und Angriffe vom Land immer wieder empfindliche Niederlagen bei. Erst nachdem die Römer auf der Bildfläche erschienen waren, wurden den Illyrern Grenzen gesetzt, wozu das gewaltige römische Imperium immerhin sechs Kriege benötigte. Wie eng Illyrer und Römer dennoch miteinander verschmolzen sind, beweist die Tatsache, dass insgesamt sechs römische Kaiser illyrischen Ursprungs waren.

Im Zuge der Völkerwanderung gelangten um 620 n. Chr. die ersten Kroaten an die Adria und gaben damit den Startschuss für die eigentliche Geschichte Kroatiens. Die aus den Pripjat-Sümpfen in der südwestlichen Ukraine stammenden Kroaten ließen sich in Dalmatien und Istrien nieder und behaupteten ihr neues Territorium erfolgreich gegen das Oströmische Reich. Erst Karl dem Großen gelang es, ganz Kroatien seinem fränkischen Reich einzuverleiben, was jedoch nicht von Dauer war. Im Jahr 925 entstand das unabhängige Königreich Kroatien unter König Tomislav, dessen Staatsgebiet in etwa dem heutigen entspricht. Durch Zwistigkeiten innerhalb der kroatischen Adelsfamilien uneins geworden, gelang es dem ungarischen König Koloman, Kroatien an sich zu reißen, was den Beginn des kroatischen "Untergangs" einläutete.

Wie überall im Mittelmeerraum betrat nun Venedig die geschichtliche Bühne, um etwa 500 Jahre lang darauf die Hauptrolle zu spielen. Verschiedene Scharmützel ließen abwechselnd Ungarn, Italien, die Türken und auch Frankreich auf den Plan treten, bis die Habsburger mit ihrer allumfassenden k.- u. k. Donaumonarchie sich auch den Balkan einverleibten. In diese Zeit fallen auch die wiederholten Angriffe der Türken, die auf ihrem Weg nach Wien zwangsläufig auch durch Kroatien kamen. Das Land wurde zum "Vorposten der Christenheit" erklärt und trug die Hauptlast bei den Kämpfen mit dem als unbesiegbar geltenden türkischen Heer. Trotz der heroischen Anstrengungen blieb Kroatien unter der Regentschaft der Habsburger die Eigenständigkeit verwehrt, so dass als letzter Hoffnungsträger das Augenmerk nun auf Erzherzog Franz Ferdinand gerichtet wurde, dessen Ermordung in Sarajevo den ersten Weltkrieg auslöste.

Dieses einschneidende Ereignis zog zahlreiche Länder und Staaten in seinen Sog und veränderte Südeuropa für alle Zeiten. 1918 entstand das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Istrien wurde Italien zugeschlagen, gleiches gilt für Zadar sowie die Inseln Cres und Losinj. Quasi mit der Gründung des neuen Staatsgefüges machten die Serben ihre Vormachtstellung geltend, was zu großen Konflikten innerhalb des Königreichs führte. 1920 wurde die Kommunistische Partei zur drittstärksten Partei des Landes gewählt und ein Jahr später bereits verboten. Mit der Ermordung des Kroatenführers Radic im Jahr 1928 schien eine Versöhnung zwischen Kroaten und Serben undenkbar, was König Alexander I. 1929 dazu bewegte, die Verfassung außer Kraft zu setzen und dem Königreich einen neuen Namen zu geben – Jugoslawien.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Jugoslawien von deutschen Truppen besetzt und kapitulierte bedingungslos. Das Königreich wurde zwischen Deutschland, Italien und Ungarn aufgeteilt und Partisanen lehnten sich gegen diese Willkürherrschaft auf. Beim Widerstand gegen die Besatzer versammelte der Kroate Josip Broz zahlreiche Mitstreiter um sich, der später unter dem Namen Tito lange Zeit die Geschicke der Republik Jugoslawien bestimmte.

Nach Titos Tod und dem Zerfall Jugoslawiens in den 1980 er Jahren machte sich Kroatien selbstständig und erklärte am 8. September 1991 seine Unabhängigkeit. Der im gleichen Monat ausgebrochene Krieg in Kroatien führte zu schweren Kämpfen, die erst nach vier Jahren endeten und überall im Land eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Erst mit dem Friedensvertrag von Dayton im Dezember 1995 herrschte wieder Frieden in Kroatien, das sich nun – auch bedingt durch den Tod des Präsidenten Tudjman – an seine politische Neuordnung machte. Seit 2009 ist Kroatien Mitglied der NATO und bereits im Jahr 2003 beantragte der Staat die Mitgliedschaft in die Europäische Union, ein Antrag, zu dem die Kroaten im Januar 2012 mit Ja stimmten.

Gleich nach Beendigung des Krieges begann Kroatien mit dem Wiederaufbau seines Landes, und die Tourismusbranche erfreut sich seither einer deutlich steigenden Tendenz, da Kroatien nach wie vor zu den beliebtesten Urlaubsländern Europas zählt.

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